Mehr als 180.000
Katalanen haben für die Abschaffung des Stierkampfs in
ihremLand gestimmt. Nur
50.000 Stimmen waren
erforderlich, um das
in der katalonischen Verfassung vorgesehene Referendum dem katalonischen
Parlament vorlegen zu können.
Dieser großartige Erfolg wird die katalonischen Abgeordneten nicht
unbeeindruckt lassen. Nun müssen sie entscheiden, ob der Auftrag der
Bevölkerung, mit dem ritualisierten Stiermord endlich Schluss zu machen,
in einem Gesetz verankert wird.
Das katalonische Parlament sollte diese
historisch einmalige Gelegenheit ergreifen und damit ein Zeichen für ganz
Spanien setzen. Die Abschaffung des Massakers an Tausenden von Stieren
wäre ein erster Schritt, Spanien vom Image als Land der Tierquälerei zu
befreien und auch allen
anderen Tieren ein würdiges Leben zu ermöglichen.
New York: Protestaktion gegen Stiermassaker in Pamplona
Mitten auf dem Times Square machten etwa 40
Mitstreiter von PETA die New Yorker Öffentlichkeit auf die
Grausamkeiten während der Fiesta San Firmin in Pamplona
aufmerksam. In bewährter Art legten die
Demonstranten sich halbnackt und durch Banderilla-Atrappen scheinbar
blutig verletzt den vorbeieilenden Passanten in den Weg. Diese vom
amerikanischen Fernsehen begleitete Aktion erreichte Millionen von
amerikanischen Zuschauern, die damit die scheußliche Kehrseite des von
Hemingway hoch gepriesenen Sauffestivals kennen lernten. Die Aktion wurde
rechtzeitig vor der im Juli stattfindenden Blutfiesta von Pamplona
durchgeführt, um Touristen aus den USA vor dem Besuch des schrecklichen
Ereignisses zu warnen. Unverbesserlichen Besuchern wird am kommenden
Sonntag in Pamplona ebenfalls von Antistierkampfaktivisten deutlich
demonstriert, mit welchen Mordwerkzeugen in der Arena Stiere zu Tode
gequält werden.
Die Parlamentarische Vereinigung APDDA zum
Schutz der Rechte der Tiere, die sich aus Abgeordneten des spanischen
Parlaments und Senats zusammensetzt, verlangt von der spanischen
Regierung, Feste, in denen Tiere misshandelt werden, nicht mehr als
Feste im Interesse des nationalen Tourismus zu bezeichnen. Die
APDDA hat besonders die sadistischen Ferias von Tordesillas,
bei dem ein Stier mit Lanzen verfolgt und niedergestochen wird und von
Coria, wo ein Stier mit Dartpfeilen beschossen wird, im Visier.
Es ist kein Geheimnis, dass die Quälerei an den
Stieren schon im Vorfeld eines Stierkampfs stattfindet. Selbst in
Stierkampfkreisen wird dieses zugegeben und heftig diskutiert.
Einschränkungen der Verteidigungskraft der Stiere durch den Stierkämpfen
vorangehende Misshandlungen, durch Erschöpfung von langen Transporten,
durch Manipulation der Hörner und Augen und vieles mehrsind an der
Tagesordnung. Kürzlich sind bei einem Stierkampf in dem südfranzösischen
Mittelmeerbadeort Mauguio von sechs Stieren vier in letzter Minute
von Tierärzten zurückgewiesen, weil ihre Hufe zerbrochen waren. Als
Ursache wurde eine unausgewogene Ernährung oder die Aufweichung der Hufe
durch feuchten Boden vermutet.Die Zuschauer, denen die vier Stierkämpfe aus der Nase
gingen, sahen sich um ihr sadistisches Vergnügen betrogen.
Die britische League Against Cruel Sports
hat in Zusammenarbeit mit Don’t Panic einen Graffiti-Wettbewerb
ausgeschrieben. Das Thema ist ‘Love Spain, Hate Bullfighting’.
Als erster Preis lockt eine Wochenendreise nach Barcelona. Zudem wird die
beste Arbeit bei der diesjährigen Antistierkampf-Kampagne der League
herausgestellt.
Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus
löschte auf dringendes Anraten von Irish Council Against Blood SportsICABSauf
ihrer Webseite Stierkampfbilder, die in den USA für Flüge nach Europa
werben sollten und entschuldigte sich dafür.
Das Herausnehmen der Bilder wird sicherlich die Buchung von Flügen zu
Stierkämpfen in Spanien reduzieren.
Peru: 110 Verletzte bei Einsturz einer Stierkampfarena
Mindesten 110 Menschen wurden in der peruanischen
Stadt Nueva Cajamarca beim Einsturz einer Stierkampfarena verletzt,
davon 10 schwer. Das örtliche Krankenhaus mit
18 Betten konnte nur einen kleinen Teil der Verletzten aufnehmen. Die
Stierkampfmafia geht nicht nur über Stierleichen, sondern gefährdet auch
noch aus Profitgier eine unbedarfte Bevölkerung, die auf ihre verlogenen
Verlockungen hereinfällt.
„Tierschützer laufen Sturm: Unter ihrem
lautstarken Protest begann am Wochenende die „Corrida”-Saison in Muros
Stierkampfarena. Unter den Spaniern werden Gegenstimmen immer lauter –
dennoch wird es auch in diesem Sommer noch weitere Stierkämpfe in Palma,
Inca und Felanitx geben.“ Wir warnen alle
Mallorca-Touristen vor diesenlebensverachtenden Veranstaltungen.Lesen
Sie bitte hier weiter.
26.06.2009
Klarstellung zum Stierkampf als Kulturerbe
Die Aufnahme des Fiesta San Fermin von
Pamplona und der Feria da bestas in das UNESCO Weltkulturerbe
steht gegenwärtignicht zur Diskussion.Es geht um das spanischeKulturerbe
(nicht Weltkulturerbe!), mit der sich
die spanische Organisation IBOCC zurzeit beschäftigt. Von dem Schritt, die beiden Tierquälereien als
Weltkulturerbe zu erklären, ist offiziellnoch nicht die
Rede. Wenn jedoch die Anerkennung als spanisches Kulturerbe
erreicht ist, wird der Antrag für das Weltkulturerbe der UNESCO
sicherlichbald folgen.
Um den Anfängen zu
wehren, bitten wir Sie,
weiterhin zu protestieren.
Die zurzeit in Sevilla tagende UNESCO-Kommission, die gerade
über neue zu schützende materielle Kulturgüter berät, ist übrigens
nicht für die immateriellen Kulturgüter zuständig, denen
Pamplona und Bestas zuzuordnen wären. Dafür gibt es eine besondere Kommission, bei der
neue Vorschläge bis zum 1. März 2010 eingereicht werden müssen.
Gegenwärtig ist dort eine Liste von Vorschlägen für immaterielle
Kulturgüter in Arbeit, die bereits abgeschlossen ist und
die keine
Stierkampfprojekte enthält.
Die große Gefahr ist, dass die weltweit
organisierte Stierkampfmafia daran arbeitet, die Corrida an sich als
immaterielles Kulturerbe der UNESCO erklären zu lassen.Die Stierquäler sind sehr gut organisiert und
haben ausgezeichnete Verbindungen zu Regierungen und einflussreichen
Politikern. Darüber, wie sich die
Stierkampflobby weltweit formiert, berichtet SOS Galgos ausführlich
.
26.06.2009
Spanien: Erfolgreiche Demo in Coria
Am 20.Juni fand in der spanischen Stadt
Coria erstmalig eine Demonstration gegen
die brutale Stierfiesta des Ortes statt. Dabei wird
traditionell ein Stier mit Pfeilen beschossen, mit banderillas
gestochen und seit Neuestem sogar mit Laserstrahlen gequält.
150 Stierkampfgegner aus ganz Europa , darunter Vertreter der britischen
Organisation Fight Against Animal Cruelty in Europe
(FAACE) und der deutschen Initiative Anti-Corrida,
kamen in Coria zusammen, die sich nicht von den Beschimpfungen
durch die Bevölkerung abschrecken ließen. Kurz nach der Demo gab der
Bürgermeister ein Verbot der Pfeile und der Laser bekannt. Auch
banderillas durften auch nicht mehr nach Belieben von "Unbefugten" dem
Stier in den Rücken gestoßen werden. Die
Anweisungen sollen befolgt worden sein.
Jean-Luc Godard fordert die Abschaffung des Stierkampfs
Der bekannte
französische Filmregisseur
Jean-Luc Godard hat mit der Unterzeichnung des
Antistierkampf-Manifests der französischen Anticorrida-Organisation
CRAC die Abschaffung des Stierkampfs gefordert. 769 prominente Persönlichkeitenaller Nationen und aus allen Bereichen des
öffentlichen Lebens haben sich bereits mit diesem Manifest gegen eine der
niederträchtigsten Formen der Tierquälerei ausgesprochen. Auch seine
Lebensgefährtin
Anne-Marie Miéville, die ebenfallsals Filmschaffende
bekannt ist, hat sich dem Manifest angeschlossen.
20.06.2009
Coria, Martyrium eines
Stiers und einer mutigen Tierschützerin
Heute wird in der spanischen Stadt Coria
wieder ein Stier von einem widerlichen Pöbel durch die Strassen gehetzt
und von ihm über und über mit spitzen Dartpfeilen bespickt.
Nach stundenlanger Hatz mit enormen Blutverlust werden dem entkräfteten
Tier schließlich, bevor er mit einem Schuss von den Qualen erlöst wird,
die Hoden abgeschnitten.
An dem heutigen Tag jährt sich auch das
entsetzliche Unglück, bei dem die englische Schaupielerin und
Tierschützerin
Vicky Moore 1995 lebensgefährlich verletzt wurde, als sie im Juni
1995 „undercover“ die entsetzliche Quälerei des Stiers von Coria
filmte. Sie wurde von einem Stier mehrmals Mal in die Luft geworfen
und von seinen Hörner schwer verletzt. Vicky lag ein Jahr im Koma und
starb schließlich an den schweren Verletzungen.
Die spanischen Tierschutzorganisationen
LIBERA , CACMA, PACMAund FEPAEX werden heute
gemeinsam in Coria im Gedenken an Vicky Moore gegen dieses
grausame Spektakel protestieren.
Polen: Proteste gegen Stierkampf vor der spanischen
Botschaft
Obwohl
es in Polen keine Stierkämpfe gibt, protestierten am 29. Mai Tierschützer
zum ersten Mal vor der spanischen Botschaft in Warschau gegen das „fiesta
nacional“ genannte Massaker in den spanischen Arenen.
Sechs Demonstranten legten sich, wie ihre Vorbilder aus
Spanien und Frankreich, halbnackt mit
Banderilla-Attrappen und blutverschmierten Rücken vor dem
Botschaftsgebäude auf die Strasse.Diese Art von Veranstaltung ist
sehr wichtig, weil heute viele Touristen aus Osteuropa und der ehemaligen
Sowjetunion, zusammen mit den japanischen, am häufigsten Stierkämpfe
besuchen.Es darf
auch nicht vergessen werden, dass Polen ein wichtiger Akteur in der
Europäischen Union ist und dass die polnischen Steuerzahler, wie alle
anderen Europäer,
unwissentlich die EU-Subventionen für den Stierkampf in Spanien, Portugal
und Frankreich finanzieren.
Anticorrida-Aktivisten simulierten Stierkampf-Massaker
vor dem Eiffel-Turm
Die Proteste gegen den Stierkampf haben nun auch
Paris erreicht. Unmittelbar vor dem Eiffel-Turm stellten mehrere
Mitstreiter von PETA symbolisch das Massaker an den Stieren in den
südfranzösischen Arenen dar und klagten damit den in Frankreich immer noch
vom Gesetz tolerierten Stierkampf an. Wie tot lagen die Aktivisten mit
Blut verschmierten Rücken, in denen Attrappen von Spießen,
banderillas genannt,
„steckten“, auf dem Straßenpflaster. Vorbei flanierende Touristen waren
schockiert und fragten sich, wieso eine Kulturnation wie Frankreich solch
eine Tierquälerei zulassen
kann.
Michelito, mexikanischer Kindertorero, darf in Portugal
nicht auftreten
In dieser Woche sollte das elfjährige
Stierkampfmonster Michelito Lagravére in der Lissabonner
Stierkampfarena Campo Pequeno bei einem Stierkampf mit einem ein-
bis zweijährigen Kalb auftreten. Daraus wird nun nichts!
Nach einer Intervention der portugiesischen Tierschutzorganisation
ANIMAL verboten die Behörden die schreckliche Show des
Miniaturtoreros. Auch alle anderen in Portugal vorgesehenen Auftritte des
stierquälenden Knaben wurden ebenfalls unterbunden.
Zum ersten Mal n
Granada veranstalteten die spanische Tierschutzpartei
CACMA und die örtliche
Tierschutzorganisation
RESCATE ANIMAL GRANADAin
der südspanischen Stadt
Granada eine sehr eindrucksvolle Demo gegen den Stierkampf.
Etwa 350 äußerst motivierte Personen kamen am 13. Juni dem Aufrufnach, in den Strassen der Stadt die Abschaffung der
Corrida zu fordern.
Kalifornien:
Sheriff und Tierschützer von Stierkampffanatikern
brutal zusammengeschlagen
Für die Stierkampfmafia ist Kalifornien ein
bevorzugtes Ziel, blutige Stierkämpfe in den USA einzuführen, die dort
strikt verboten sind. Es gab bereits unblutige Stierkämpfe, bei denen
banderillas geduldet wurden, die mit ungefährlichen Haftmitteln
versehen sind und die Tiere
nicht verletzen. In der letzten Zeit werden jedoch häufig mit Nägel
bestückte banderillas benutzt, die den Tieren in den Rücken gerammt
werden und ihnen erheblicheWunden zufügen.
Auf einen solchen Stierkampf in der Nähe von
Sacramento aufmerksam gemacht, schritten ein Sheriff und ein Kontrolleurder kalifornischen Tierschutzorganisation Animal Cruelty
Investigations ein, um dem grausamen Schauspiel ein Ende zu
bereiten. Daraufhin wurden die Beiden von zwei Stierkampffanatikern,
aufgestachelt durch den johlenden Mob, brutal zusammengeschlagen. Mit
Hilfe weiterer Polizisten gelang es, zwei Aggressoren festzunehmen.Ihnen droht nuneine Anklage wegen Widerstand gegen
die Staatsgewalt, Anstiftung zum Aufruhr und Angriff mit tödlichen Waffen.
Die kalifornische
Tierschutzorganisation Animal Cruelty Investigations (ACI) entdeckt
immer wieder, dass die Stierkampfmafia mexikanischen und iberischen
Ursprungs gegen die Tierschutzgesetze verstößt. Das Spektakel in
Sacramento war schon das dritte in dieser Woche.
Über einen anderen Vorfall in Kalifornien berichteten wir schon vor ein paar Tagen.
EU-Wahl: Starkes Ergebnis für den Kampf gegen die Corrida
Rund 20 % der Stimmen haben die beiden
französischen Öko-Parteien, deren Kandidaten für die Abschaffung des
Stierkampfs eintreten, zusammen bei der Wahl zum EU-Parlament erhalten.
Auch wenn die kleinere der beiden Parteien
Alliance Ecologiste Indépendante (AEI) in Brüssel
nicht vertreten ist, so werden doch die 14 Abgeordneten von Europe
Ecologie mit 16 % der Stimmenihr Gewicht zusammen mit anderen
europäischen Grünen für die gequälten Stiere zur Geltung bringen. In den
Grünen liegt unsere
Hoffnung!
„Sie
hat keinen Freund, lebt nur für den Stier“, so steht es in einem
Artikel über „Frauen im Stierkampf“ - treffender ausgedrückt: „lebt
für den elendigen Tod des Stieres“. Die
„bemitleidenswerten“ Toreras kämpfen nicht nur „tapfer“ gegen
Stiere, sondern auch gegen die ihnen nicht freundlich gesinnten Machos,
die das Mordspektakel dominieren.
Lesen Sie bitte
weiter bei
www.planet-bpm.com und kommentieren Sie vor allem diesen Mitleid
erregenden Artikel.
09.06.2009
Pamplona: Proteste gegen potentielles Weltkulturerbe
Das Stiertreiben
von Pamplona ist eines der berühmtesten und umstrittensten Ereignisse der
Stierkampfwelt. Jedes Jahr werden zum Vergnügen
einer von Alkohol berauschten Menschenmenge mehrere Stiere durch die
Strassen der Stadt zur Stierkampfarena getrieben, um dort schon sehr
gestresst ihren Folterknechten ausgeliefert zu werden.
Am 5. Juli veranstalten dort PETA und
AnimaNaturalis eine Demonstration gegen das grausame Ereignis, das die
Stierquäler gern von der UNESCO als Immaterielles Weltkulturerbe
erklärt haben möchten. Damit die Demo, wie schon am 25. Mai in Madrid,
ein voller Erfolg wird, suchen die Veranstalter noch Aktivisten, die
mitmachen möchten. Hier können Sie sich anmelden.
Unter der Schirmherrschaft der Stadt Madrid traf
sich in der vergangenen Woche in einem Saal der Stierkampfarena Las
Ventas die Crème de la Crème der Stierquäler aus acht
Stierkampfländern, um ihr rissiges Lügengebäude zusammenzukitten.
Die Verfechter der Stierkampf-Barbarei beschworen
ihre Unkultur und riefen zur Einheit aller
Stierquäler auf, um überall massiv Druck auszuüben, wo ihr ekelhaftes
Spektakel bedroht ist.
Ihr „edelstes“ Ziel bleibt
die Registrierung des Stierkampfs als Immaterielles Kulturerbe durch
die UNESCO, der ihrer Meinung nach alle Kriterien erfüllt.
Eindringlich verkündeten sie, „keinesfalls das Terrain den Fanatikern
zu überlassen“.
Vor einem Hotel in der spanischen Stadt Leon
vergriff sich ein subalterner Torero, der für den berüchtigten Stiertöter
EL CID als banderillero blutige Hilfsdienste leistet, an
einer Stierkampfgegnerin und fügte ihr Verletzungen im Gesicht und am Hals
zu. Es dauerte einige Tage bis die Verletzungen ausgeheilt waren und
die Aktivistin wieder arbeiten konnte. Der nicht nur in der Arena
hemmungslose Angreifer wurde nur zu sechs Tagen Hausarrest, zu
geringfügigem Schmerzensgeld und Kostenerstattung verurteilt.
Darüber
berichteten wir in unseren vorherigen Newsletters:
05.06.2009
Schweiz: Unterschriften gegen den Stierkampf - Super!
24.000
Unterschriften gegen den Stierkampf hat VETO -Verband
Tierschutz-Organisationen Schweiz -
gesammelt und am 28. Mai der Spanischen Botschaft in Bern übergeben. Das
ist ein phantastisches Ergebnis!
Die Sekretärin der Botschaft war völlig überrascht,
als ihr zwei Mitstreiterinnen von VETO vier Kisten gefüllt mit
Unterschriften überbrachten. Sie nahm die Petitionen in Empfang und
versprach dafür zu sorgen, dass die spanische
Regierung von der Meinung über
die „fiesta nacional“ genannte Barbarei in
der Schweiz informiert wird.
Das große Interesse, das die Unterschriftensammlung
von VETO bei der Bevölkerung in kurzer Zeit gefunden hat, zeigt deutlich,
dass immer mehr Schweizer vor
dem Gemetzel in den Arenen Abscheu empfinden. Eine Entwicklung, die auch
der Tourismusbranche zu denken geben müsste!
Nach der Übergabe verschickte VETO einen
vorbereiteten Pressetext an die Schweizer Presse und an verschiedene
Reisebüros mit der Bitte, ihre
Kunden über die Zustände in den Stierkampfarenen und allen
Nebenveranstaltungen dieser traurigen Tradition zu informieren.
Die Reaktionen waren durchaus positiv und die Hoffnung ist groß, dass die
Stimme der 24.000 Schweizerinnen und Schweizer, welche sich explizit gegen
den Stierkampf ausgesprochen haben, gehört wird. Mit der spanischen
Botschaft wird VETO in Kontakt bleiben, um zu erfahren, welchen Weg die
Petition geht und wie die Reaktionen darauf sind.
VETO verspricht
„nicht locker zu lassen, bis eines Tages der Weg für ein Spanien ohne
Stierkämpfe frei ist“!
Erinnern wir uns: Innerhalb von 120 Tagen haben
180.163 Personen das von der katalonischen Plattform PROU initiierte
Referendum zur Abschaffung des Stierkampfs in Katalonien unterzeichnet.
50.000 Unterschriften waren eigentlich nur
notwendig, damit sich das katalonische Parlament mit dem gesetzlich
verpflichtenden Antrag beschäftigen muss. Um dort hinzugelangen braucht es
noch einige Zeit, bis die erforderlichen administrativen Schritte
bewältigt sind. So lange müssen wir uns noch in sehr viel Geduld üben.
Derweil hat die spanische Webseite
www.publico.es die Stimmenverhältnisse im katalonischen Parlament
abgeschätzt: Drei Parteien haben sich positiv zu dem Referendum
geäußert.Rechnerisch wäre damit eine Mehrheit von 81
(darunter 48 katalonische Nationalisten) der 136 Abgeordneten gesichert.
Da jedoch die Fraktion der katalonischen Nationalisten ihren Abgeordneten
die Wahl freistellt, hängt das Ergebnis sehr von den Sozialisten ab, die
sich bisher nicht geäußert haben und ebenfalls die Stimmabgabe freistellen
wollen. Klar gegen die Abschaffung des Stierkampfs haben sich nur 14
Abgeordnete der konservativen Partei gestellt.
Aus diesen Verhältnissen lässt
sich ein optimistisches Bild ableiten, obwohl noch große Vorsicht geboten
ist.
05.06.2009
Barcelona: Benefizkonzert für die Stiere
Als Dank für den großartigen Erfolg des Referendums
gegen den Stierkampf in Katalonien veranstaltet am 15. Juni PROU, die für
das Referendum verantwortliche Organisation, ein Benefizkonzert. Der
Erlös soll dem Kampf gegen die Corrida zugute kommen. Das Konzert findet
im Rahmen des 20. Festivals der kreativen
Musik und des Jazz statt.
Nîmes: Lee Cooper zieht Werbung mit Stierkampf
zurück
Die Jeansfirma Lee Cooper warb
auf ihrer Webseite kurz für die Pfingstferia in Nîmes. Nach einem
energischen Protest von Alliance Anticorrida zog Lee Cooper die
Werbung unverzüglich zurück.
60.000
€ könnte es jeden der sechs
Aktivisten von Equanimal kosten, wenn sie für
ihre mutige Störung des Stierkampfspektakels am 6. Mai 2008 wegen Verstoß
gegen das gesetzliche Reglement des Stierkampfs bestraft werden.Am 4. Mai 2008 sprangen diese sechs Aktivisten während eines
Stierkampfes in die Arena Las Ventas in Madrid und zeigten den
verblüfften Zuschauern Plakate, die die Abschaffung des Stierkampfes
forderten. Offensichtlich will die Stadt Madrid, aufgestachelt von den
Stierquälern, als Kläger ein Exempel statuieren. Die Kosten für das
Verfahren sind auch nicht von Pappe. Equanimal
lanciert einenSpendenaufruf, um die betroffenen Aktivisten vor diesen enormen
finanziellen Belastungen zu bewahren. Bitte beteiligen Sie sich daran!
Weitere Infos über die spektakuläre Aktion
bei
SOS Galgos.
03.06.2009
Wichtige Demos
Mehrere Demonstrationen gegen die Barbarei in den
Stierkampfarenen sind angekündigt:Vier in Spanien und drei in
Südfrankreich. Falls Sie sich in der Nähe dieser Städte aufhalten,
wäre Ihre Teilnahme sehr willkommen. EinigeVeranstaltungsorte sind von
Ihren Heimatländern aus auch mit Billigfliegern zu erreichen.
Näheres über Ort, Zeit und Veranstalter finden Sie
auf unsere Seite Demonstationen.
03.06.2009
Grobe Fahrlässigkeit: Französische Stierzüchter auf der
Anklagebank
Drei Züchter
von Camargue-Stieren
aus Mauguio bei Montpellier hatten die
Tuberkulose, von der ihre Rinder angesteckt waren, im April 2007 bei einer
tierärztlichen Kontrolle vertuscht. Ihnen gelang es,
die Blutproben der kontrollierten Rinder mit denen ihrer Pferde zu
vertauschen. Damit wollten sie hohe Strafen und die Notschlachtung ihrer
ganzen Herde vermeiden. Im August 2007,
nach Aufdeckung des Betrugs,
wurden die armen Tiere dennoch abgeschlachtet, da eine Übertragung der Krankheit auf
Menschen nicht auszuschließen war. Von der Katastrophe für die Tiere
abgesehen, betrug der
finanzielle Verlust bei einem Stierzüchter 600.000 €.
Dazu kommen nun von Staatsanwalt geforderte Gefängnis- und Geldstrafen,
über die das Gericht am 24. Juni zu befinden hat.
Die Sommerausgabe 2009 des Anticorrida-Magazins
"Ban Bullfighting News" von Irish Council Against Blood Sports ist
jetzt online erschienen.Das Magazin können Sie
im Web lesenoder es sich
herunterladen.Der Herausgeber bittet darum, sich an den im
Magazin veröffentlichten Aktionen zu beteiligen. Wir schließen uns dieser
Bitte an.
29.05.2009
Madrid: Blutige Rache eines Stiers
Dramatische Szenen in Spanien: Der Torero
Israel Lancho will in der Arena „Las Ventas“ (Madrid) bei einem Stierkampf
den letzten Stier töten, doch der dreht den Spieß im wahrsten Sinne des
Wortes einfach um...
Das in Barcelona ansässige International Bureau of
Cultural Capitalsbeabsichtigt zwei barbarische spanische Festivals, bei
denen brutal Tiere gequält werden, zum Immateriellen Weltkulturerbeerklären zu lassen. Vorgeschlagen werden die Fiesta
San Ferminin der baskischen Stadt Pamplona, besonders
wegen des brutalen Stiertreibens und der während der Fiesta veranstalteten
Corrida berüchtigt, und in Galizien die Rapa das Bestas
unter den Schutz der UNESCO zu stellen.
Die
Orgie der Fiesta San Ferminin der baskischen Stadt
Pamplona, wurde besonders durch Romane von Hemingway
bekannt. Sie als Weltkulturerbe zu erklären, ist ein besonders
hinterhältiger Trick, um auf diesem Weg den Stierkampf gleich mit als
Weltkulturerbe unter Schutz zu stellen.
Die Rapa das Bestasist eine Art
Rodeo, bei dereingefangene Wildpferde mit brutalen Mitteln für
die Zucht oder das Schlachthaus ausgesondert werden. Wie das vor sich
geht, können Sie in einen verharmlosenden
Artikel der Berliner
Zeitunglesen und auf einem Video
sehen.
Auch bei der Rapa das Bestas
besteht die Gefahr, allen anderen Rodeos den Weg zu bereiten.
Zur Zeit stehen weitere elf Vorschläge zur Auswahl,
von denen am 31. Mai schließlich zehn ausgewählt und als offizielle
spanische Vorschläge der UNESCO unterbreitet werden.
Es ist sehr wichtig, dieses
Projekt zu stoppen, damit
Tierquälerei nicht zum Weltkulturerbe erklärt wird.Vergessen Sie
nicht, dass die Stierkampfmafia schon seit langer Zeit versucht, den Stierkampf zum
Immateriellen Weltkulturerbe zu erheben.
International
Movement Against Bullfights ruft deshalb
zu einem internationalen Protest auf. Bitte
protestieren Sie mit allen Ihren Möglichkeiten -
vorzugsweise in Englisch, aber auch in Ihrer eignen Sprache:
International Bureau of Cultural
Capitals
Präsident Xavier Tudela
Ronda Universitat, 7
E - 08007 Barcelona
Bitten leiten Sie diesen Aufruf an
Ihren Bekanntenkreis weiter.
Wir danken Ihnen im Voraus, dass Sie diesem so wichtigen Protestaufruf
folgen.
25.05.2009
Demo in Madrid: Nackte Wahrheit über den Stierkampf
Mit einer spektakulären
Aktion demonstrierten etwa 250 Frauen und Männer über eine Stunde lang
halbnackt vor der Madrider Stierkampfarena. Mit
blutroter Farbe beschmiert und mit banderillas bestückt legten sie
sich etwa eine Stunde lang vor die Hochburg der spanischen Stiermörder.
Zahlreiche Passanten und Freunde sympathisierten mit der Demonstration unter
dem Motto „Die Corrida ist weder Kunst noch
Kultur, sie ist ein Massaker!“
Das Medienecho auf
diese bisher einmalige Aktion ist enorm und zeigt, dass die Medien über
Spanien hinaus zunehmend den Protest gegen den Stierkampf ernst nehmen und
ihm angemessenen Raum geben.
Die Demonstration wurde
von Equanimalund CAS-International
veranstaltet. Sehen Sie hier
eine
zusammenfassende Reportage mit viel Bild- und Filmmaterial.
25.05.2009
Cordoba: Massiver Protest gegen Stiermassaker
Nach
Katalonien verstärkt sich auch in Andalusien der Widerstand gegen das als
Kultur verbrämte Gemetzel in den Stierkampfarenen.
600 Aktivisten forderten am 23. Mai in Cordoba mit einem Protestmarsch bis
vor die Stierkampfarena die Abschaffung der Corrida, der nur noch eine
Minderheit der Spanier als fiesta nacional frönen.
Einen ausführlichen Bericht lesen Sie bitte bei
SOS Galgos .
25.05.2009
Amerikanische Tierschützer stoppen Stierkampf
bei Los Angelos
Mit
banderillas ähnlichen Stöcken, die mit Nagelspitzen bestückt waren,
wurde in Artesia bei Los Angelos während eines Stierkampfs
ein Stier malträtiert. Alarmiert
durch die Tierschutzorganisation Animal
Cruelty Investigations (ACI) beendete ein Beamter (humane officer) das
Spektakel, das von Personen portugiesischen Ursprungs organisiert wurde.
Der Beamte stellte mehrere blutende Wunden auf dem Rücken des Stiers fest
und konfiszierte mehr als 30 dieser abscheulichen Spieße. Die Misshandlung
des Stiers stellt eine eindeutige Verletzung des kalifornischen
Tierschutzgesetzes dar. ACI hofft, dass das Gesetz voll
ausgeschöpft wird, um die Tierquäler zu betrafen.
Ermutigen Sie ACI in ihrem
Bemühen zu verhindern, dass der Stierkampf in Kalifornien nicht Fuß fasst:Info@ACInvestigations.org
24.05.2009
Stierkampfunfall in Madrid: Pferd von Stier aufgespießt
Ein furchtbarer Unfall hat sich bei einem
Stierkampf zu Pferde in der Stierkampfarena von Madrid ereignet.
Bevor der Reitertorero Hermoso de Mendoza mit seinem Pferd
Pata Negra dem als Opfer bestimmten Stier den ersten Lanzenstich
versetzen wollte, gelang es dem Stier den Leib des Pferdes mit seinen
spitzen Hörnern aufzuschlitzen. Der Stier warf das Pferd zu Boden und
stieß noch mehrfach zu. Das verletze Tier wurde sofort zur Tierärztlichen
Fakultät transportiert. Die letzten Nachrichten lassen das Schlimmste
erwarten.
Stierkampfkommentatoren versuchen, den
schrecklichen Unfall herunterzuspielen und verweisen auf die Seltenheit
des Unfalls.Beim Betrachten des von
www.abc.es veröffentlichten Videos zeigt sich deutlich, mit
welcher Leichtsinnigkeit bei dieser perversen Art des Stierkampfs das
Leben der Pferde aufs Spiel gesetzt wird.Laut beklagen sie den
Verlust des Pferdes, der für sie in erster Linie ein Wertverlust ist.
Zum ersten Mal in der 200jährigen Geschichte des
Stierkampfs von Aranjuez wird es in diesem Jahr in dieser
spanischen Stadt keine Stierkämpfe geben. Die
Nationale Kommission zur Überwachung der Stierkampfregeln wollte
die Stadt verpflichten, für die Schulden von 270.000 € aufkommen, die der ehemalige
Direktor der Stierkampfarena beim Engagement von Toreros eingegangen ist.
Die Stadt weigerte sich und wird gegen den ehemaligen Direktor
Strafanzeige wegen Betrugs erstatten. 40 andere spanische Städte sollen
ebenfalls durch die finanziellen Machenschaften von
Stierkampfveranstaltern in die Pflicht genommen werden, wie einem
Bericht der spanischen Zeitung El Mundo zu entnehmen ist.
Auch die Stadt Coïn in der Nähe von
Malaga weigert sich weiterhin den Stierkampf zu subventionieren.
Von dieser erfreulichen Entscheidung berichtete PACMA, die einzige
spanische Partei, die sich ausschließlich für Tiere einsetzt. Info:
FLAC
Vor der Finanzkrise wurden
die Defizite, die durch das Missmanagement der Stierkampfveranstalter
entstanden sind, ohne großes Aufheben von den Städten übernommen. Mit dem
von der Krise reduzierten finanziellen Spielraum können die Stadtväter
diese Ausgaben gegenüber den Steuerzahlern nicht mehr rechtfertigen.
16.05.2009
EU-Parlament: Schriftliche
Erklärungen zum Tierschutz - eine Bilanz
Die Wahl zum Europa-Parlament rückt näher. Um die
Wahlentscheidung zu erleichern, gibt die Luxemburgische Gesellschaft für
den Tierschutz (Association Luxembourgeoise pour la Protection des
Animaux - ALPA) eine Übersicht über die dem
Parlament in der Legislaturperiode 2004-2009 vorgelegten „Schriftlichen
Erklärungen“ zum Tierschutz – u.a. auch die Erklärung zum Verbot des
Stierkampfs. ALPA hält mit ihrer Bilanz auch
den luxemburgischen Abgeordneten mit ihren Abstimmungsverhalten einen
Spiegel vor. Die schriftliche Erklärung, die das Verbot des Stierkampfs
forderte, unterstützte nur einer der sieben Abgeordneten (MEP Turmes), der
im Gegensatz zu den anderen alle sieben Tierschutz-Erklärungen mit
unterzeichnet hat. Die österreichischen und deutschen Abgeordneten, die
damals zusammen mit 211 EU-Parlamentariern das Verbot des Stierkampfs
forderten, finden Sie
auf dieser Liste . Denken Sie bitte daran, Wahltag ist Zahltag!
14.05.2009
Keine Stierkämpfe auf den Azoren
Gute Nachricht: Die Gesetzesvorlage, den Stierkampf
auf den Azoren wieder einzuführen, wurde von dem regionalen Parlament
abgelehnt. Das Resultat der Abstimmung ist wie folgt:
26 Stimmen für, 28 gegen und 2 Enthaltungen. Bravo!
Info von
Mouvement
International Anti Corridaswww.iwab.org
14.05.2009
Mexikanische Staaten verbieten Kindern den Auftritt
als Torero
Angesichts der Gefährdung
von Kindern bei Stierkämpfen hat dieMenschenrechtskommission des
mexikanischen Staates Yucatan empfohlen, Kindern unter 18 JahrenStierkämpfe zu untersagen.
Die für Familien verantwortliche
Abteilung der Regierung von Yucatan hat die Empfehlung akzeptiert und wird entsprechende
Maßnahmen einleiten, um Jugendliche vor potentiellen
physischen und
psychologischen Schäden zu
bewahren. Mit dieser Entscheidung ist auch die Schließung von
Stierkampfschulen verbunden.
Ebenfalls in Mexiko
appellierte die Antistierkampforganisation México Antitaurino an
die Menschenrechtskommission des Staates Chiapas, den Auftritt des
Kindertoreros Michelito in der Stadt Tuxtla Gutiérrez zu
verhindern. Daraufhin empfahl die Kommission der zuständigen Behörde des Staates
Chiapas und der Stadt Tuxtla
Gutiérrez,die Stierquälerei des Minitoreros zu
verbieten.
Wie Professoren den Stiermord von Tordesillas
rechtfertigen
An
der Europa-Universität von Valladolid, nicht weit von Tordesillas
entfernt, wo jährlich der „Toro de la Vega“ von einem entfesselten
Mob zu Tode gehetzt wird, werden Vorlesungen gehalten, die den Opponenten
des grausamen Spektakels „destruktive Ignoranz“ vorwerfen. Professoren verschiedener Fachbereiche - Philosophie,
Kommunikation, Pharmakologie und Wirtschaftswissenschaften – bauen ein
Lügenkonstrukt auf, mit dem die „Notwendigkeit von Riten“ und dem
Erhalt von Traditionen und Bräuchen begründet wird. Lesen Sie bitte
weiter bei SOS Galgos .
Trotz Finanzkrise, Massenarbeitslosigkeit und
Zusammenbruch der Sozialsysteme ,leistet sich Spanien mit
Millionenbeträgen die Stierkampfindustrie zu subventionieren.
Hauptprofiteure sind die Bauindustriellen, welche die wirtschaftliche
Misere mitzuverantworten haben und zugleich Hauptstütze der
Stierkampfmafia sind. Die spanische Webseite Reguero de dinero sangriento
führt regelmäßig in einem Südenregister die Beträge auf, die den
Stierquälern zufließen. Allein im April wurden fast 10 Millionen Euro an
die Stierkampfindustrie als Subventionen ausgeschüttet, von denen
wir hier nur die größten Beträge aufführen: Für das Stierkampfmuseum in
Cordoba2.700.000 €,
für die Stierkampfarena in
Segorbe5.000.000
€ und für die Arenen in Santoña
und Torija je
1.000.000 €.
Es
wäre nicht verwunderlich, wenn Spanien auf verschlungenen Wegen Gelder aus
den Töpfen der EU für die Stierquäler abgezweigt hat.
Versicherungskonzern AEGONnimmt von Stierkampfwerbung Abstand
Mit einer unübersehbaren Werbebanderole warb
eine Filiale des niederländischen
Bank- und Versicherungskonzerns Aegon über dem Haupteingang der größten
Stierkampfarena der Welt in Mexiko Stadt.
Erst nach Tausenden von Protesten zeigte sich der Konzern einsichtig und
versprach, dass solche Werbung nicht mehr vorgenommen wird.
Weitere Firmen, die sich ebenfalls vom Stierkampf distanzierten, finden
Sie bei uns auf einer besonderen Seite.
Rock-Punk-Band unterstützt
Antistierkampf in ganz Europa
Zum
Jahresende 2008 erhielt die Band SKA-P mit ihrem Song Vergüenza(Schande), mit dem sie den Stiermord musikalisch
aufspießten, in einer vollbesetzten Arena die begeisterte Unterstützung
ihres jungen Publikums. Im Februar dieses Jahres traten sie in Amsterdamauf. Während ihres ganzen Konzerts
spielten sie vor dem Banner
von
CAS-International, der größten internationalen
Anticorrida-Organisation,
und demonstrierten wiederum
ihre Abscheu vor der Stiermordorgie. Mit Wild Spain, einem neuen
Song gegen die Corrida, gehen sie nun auf Europatour
und treten auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. Nicht nur
den Stierkampf nimmt die Gruppe ins
Visier, auch gegen alle anderen Tiermisshandlungen ist sie höchst
allergisch. Vielleicht sollten Sie SKA-P einmal ansprechen.
Mit dem Beginn der Stierkampfsaison in Südeuropa
rufen wir wieder zur Teilnahme an Demonstrationen auf, die in einigen
Städten Spaniens und Südfrankreichs im Mai und Juni stattfinden.
Falls
Sie sich in dieser Zeit in der Nähe aufhalten oder Gelegenheit haben, mit
einem Billigflieger günstig dorthin zu kommen,
klicken Sie bitte hier, um sich über die Termine zu informieren.
Ohne die massive Präsenz vor den Stierkampfarenen wäre der Erfolg unserer
katalonischen Freunde nicht denkbar gewesen.
01.05.2009
Venezuela:
Caracas wird Antistierkampfstadt
Auch
in Lateinamerika kommt der Stierkampf in Bedrängnis, so in Caracas,
der Hauptstadt von Venezuela, wo die Stierquälerei nicht mehr
geduldet wird. Der Stadtrat
hat den Antrag angenommen, Caracas als Antistierkampfstadt zu
erklären. Die Entscheidung, bei der die Tierschutzorganisationen
AnimaNaturalis
und APROAPate standen, wird demnächst im Amtsblatt von Caracas
veröffentlicht. Weitere Infos bei
CAS-International
01.05.2009
Portugal: Sintra verbietet Stierkämpfe
Die Stadt Sintra, in der Nähe von Lissabon,
ist eines der touristischen Höhepunkte Portugals. Touristen, die dort die
berühmten Sommerresidenzen der portugiesischen Könige besuchen, laufen
jetzt nicht mehr Gefahr, sich von Stierkämpfen ihren Besuch vergällen zu
lassen: Diese ekelhaften Schauspiele wurden vom Stadtrat schlichtweg
verboten. Ebenso sind Zirkusdarbietungen mit Tieren und Rodeos nicht
mehr erlaubt.
Jahre lang gab es in Espinho keine
Stierkämpfe mehr. Nun will der Badeort, südlich von Porto gelegen, seine
Gäste wieder mit touradas, der portugiesischen Variante der
Corrida, „erfreuen“. Bitte fordern Sie die
verantwortlichen Behörden auf, diese perversen Veranstaltungen, die viele
Touristen eher abschrecken als anziehen, zu streichen: expediente@cm-espinho.pt ,
turismo@cm-espinho.pt ,
dac.cultura@ cm-espinho.pt, mit Kopie an
campanhas@animal.org.pt Sie können davon ausgehen, dass die Behörden
in einem internationalen
Badeort deutsch oder englisch verstehen.
Immer noch umgibt Panama die Stierkämpfe,
die in diesem Lande stattfinden sollen, mit einem dichten Nebel.
Mit einer Desinformationskampagne versuchen die Behörden glauben zu
machen, dass es noch ein anderes Panama gibt, wo diese Stierkämpfe
angeblich stattfinden.
Sicher ist, dass der Stierkampf, der am 25 April stattfinden sollte,
verschoben wurde, weil der Veranstalter mit Bauarbeiten nicht fertig
wurde. Wann das Spektakel nun stattfinden soll, steht in den Sternen.
Währenddessen meldet eine kolumbianische Stierkampfwebseite
(siehePlaza en Panamá),
dass demnächst in einem anderen Ort Panamas, in Chiriquí, Stierkämpfe
stattfinden werden.
Panama hat allen Grund, seine Stierkampfaktivitäten
zu verschleiern, denn sie sind nach den Gesetzen des Landes illegal.
Die Stierkampfmafia versucht ungestört von der Weltöffentlichkeit ihre
grausamen illegalen Veranstaltungen durchzuführen und in einem neuen Land
Fuß zu fassen, um ihre Verluste in anderen Ländern wett zu machen.
Sensationell: 2000
Stierkampfgegner in den Strassen von Sevilla
So viel Menschen, die am 25.April in Sevilla
gegen das Corridamassakerprotestierten, haben die Bürger der andalusischen Stadt
noch nicht gesehen. Höchst beeindruckend war der Einfallsreichtum, mit dem
die Demonstranten dem Publikum die Scheußlichkeit der Corrida vor Augen
führten,
wie dieses Video zeigt.
Sevilla
gilt als Wiege der Corrida, die an diesem Tag ganz schön
heftig zum Schaukeln
gebracht wurde. Die Demo endete vor der berüchtigten Stierkampfarena
Maestranza, die mit einem enormen Polizeiaufgebot geschützt wurde.
Ungestört von der Polizei seilte sich ein Aktivist von Igualdad Animal
am Turm der Kathedrale von Sevilla ab und entfaltete eine
riesige Banderole mit der Forderung zur Abschaffung des Stierkampfs.
Nachdem er sich bis zum Vorplatz de Kathedrale herabgelassen hatte, wurde
er von der Polizei verhaftet.
Die mutige Aktion können Sie hier
in einer Dia-Show ansehen.
Corrida als Weltkulturerbe - Wunschträume oder konkretes
Projekt?
Immer wieder träumen die Stierquäler davon, ihre
schrecklichen Gemetzel als Weltkulturerbe bei der UNESCO eintragen zu
lassen, um die Corrida gegenüber den weltweiten Protesten unangreifbar zu
machen. Diese Wunschträume geistern wieder einmal durch die
Stierkampfmedien und werden durch Angstträume hervorgerufen, die sie bei
dem Gedanken an ein wahrscheinliches Verbot des Stierkampfs in Katalonien
überkommen.
Die Gefahr ist nicht zu unterschätzen, doch es
bedarf nach unserer Einschätzung eines Antrags der spanischen Regierung,
um den Eintrag als Weltkulturerbe zu erreichen. In
diesem Falle werden nicht nur wir zu einem weltweiten Proteststurm
aufrufen. Bis dahin betrachten wir dahingehende Nachrichten als
Versuche, unsere Reaktionen zu testen. Darin haben die Stierquäler große
Erfahrungen, die sie bei so genannten tientas, bei denen sie Rinder
mit Spießen auf ihre Stierkampftauglichkeit testen.
Die spanische Regierung wird sich in Zeiten der
Krise, unter der Spanien mit einer ungewöhnlich hohen Arbeitslosigkeit
leidet, hüten, den Subventionsschlund der Corrida gegen den
Mehrheitswillen der Bevölkerung unter den Schutz der UNESCO zu stellen.
Seitdem die Nachfrage in Europa und Lateinamerika
nach dem Blut besudelten Produkt in den Keller geht, versuchen die
Stierquäler Stierkämpfe, bei
denen es angeblich ohne Blutvergießen abgeht,
nach Nordamerika zu verkaufen. In Las Vegas
sollen ab September dieses Jahres mehrere dieser Stierkämpfe stattfinden.
Auf dem Programm stehen Toreros, die als Stiertöter international
berüchtigt sind. Es besteht die Gefahr, dass sich eines Tages diese
unblutigen Stierkämpfe schleichend zu blutigen Massakern entwickeln.
Deshalb bitten wir alle, die Kontakte zu Tierschützern und
Tierschutzorganisationen in den USA haben, diese zu warnen.
In einem Interview, das er der spanischen Zeitung
El Pais vor seiner Reise nach Spanien gegeben hat, äußerte
Sarkozy seine Bewunderung für Spanien, seine Begeisterung für die
spanische Kultur und seine Faszination für die Corrida.
Um seine perverse Leidenschaft gegenüber seinen Gastgebern noch zu
betonen, lud er zu dem offiziellen Empfang in der französischen Botschaft
die Toreros Juan Bautista, Sébastien Castella und den
Direktor der Stierkampfarena in Nîmes Simon Casasein.
Auch bei einem Empfang beim königlichen Aficionado durften die
Stiertöter nicht fehlen.
Heute erschien ein
Artikel bei FAZ.NET mit dem Titel www.stierkampf,
welcher der Gipfel der Unverschämtheit ist und nichts mit journalistischer
Ausgewogenheit zu tun hat. Die Leser werden darin eingeladen
Stierkampfwebseiten zu besuchen, selbst Stierkämpfe
zu veranstalten oder sie zu besuchen. Dass es auch einige deutschsprachige
Antistierkampfwebseiten gibt,
wird im letzten Absatz herablassend abgetan. Der Schreiber weiß
offensichtlich nicht, dass beim Stierkampf sensible Lebewesen elendig zu
Tode gequält werden und wendet sich an Sadisten, die nur ihre perverse
Befriedigung suchen. Bitte kommentieren Sie den
Artikel!
18.04.2009
Tiere in Not erben Luxushotel an der Côte d’Azur
Jeanne Augier hätte
ihr ganzes Vermögen auch an ihren Yorkshireterrier vererben können. Die
Eigentümerin der Luxusherberge Negresco in Nizza wird statt dessen
ihren ganzen Reichtum in einer Stiftung hinterlassen, die sich nach ihrem
Ableben um die Not von aufgegebenen und gequälten Tieren kümmern wird.
Mit ihrem Testament sichert sie zugleich das
Fortbestehen eines der schönsten und luxuriösesten Hotelsder Welt vor
den Klauen eines Investors: „Ich möchte sicher sein, dass für meine 260
Mitarbeiter das Leben weitergeht und dass sie nicht auf dem Altar der
Rentabilität geopfert werden.“
Die Erträge der Stiftung, die den Namen ihres Vaters „Mesnage“
tragen wird, kommen dem Tierschutz zugute, den sie schon immer großzügig
bedacht hat. Mit ihren Spenden wurden zahlreiche Tiere vor der Euthanasie
bewahrt, Tierheime vor dem Ruin gerettet und
tierversuchsfreie Forschung gefördert. Ihr Engagement gegen die Barbarei des Stierkampfs
schlug an der Côte d’Azur hohe Wellen, als sie vor ihrem Hotel an der
berühmten Promenade des Anglais ein Riesenplakat aufstellen ließ,
das das Massaker in den südfranzösischen Arenen anklagte.
Madame Augier ist mit ihren 86 Jahren
erleichtert, dass mit ihrem Entschluss eines Tages ihre Arbeit
fortgeführt wird und kann nun „mit leichtem Herzen diese Welt verlassen“.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung zur Europa-Wahl in
Toulouse hat der EU-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit die Petition des
Comité Radicalement Anti Corrida (CRAC) für die Abschaffung des
Stierkampfs unterzeichnet.Cohn-Bendit
ist für die kommende Europa-Wahl Spitzenkandidat der französischen Liste
„Europe-Ecologie“.
Es gilt abzuwarten, ob seine
Unterschriftfür dieCRAC-Petition,
nun ihren Ausdruck im Wahlprogramm der Liste oder in einer ergänzenden
Erklärung findet. Wir erinnern uns noch, dass die Fraktion der Grünen
im EU-Parlament im Jahr 2007 mit 79% für die Schriftliche Erklärung
0002/2007 zur Abschaffung des Stierkampfs in Europa und die Streichung
der Subventionen für die Züchter von „Kampfstieren“ gestimmt hat.
Keine andere Fraktion hat so
viel Stimmen zur Schriftlichen Erklärung beigetragen.
Trotz vieler
Aufforderungen war der Name Cohn-Bendit nicht unter den
Unterzeichnern zu finden.
Umso mehr erwarten wir von dem
deutsch-französischen Spitzenkandidat eine eindeutige Stellungnahme,
um zu erfahren, ob sich die
europäischen Grünen für die Abschaffung des Massakers in den
Stierkampfarenen Südeuropas und die Streichung derSubventionen fürKampfstierzüchter einsetzen werden.
Fragen Sie bitte Daniel Cohn-Bendit danach!
Quelle: CRAC – Newsletter
16.04.2009
Venezuela will Stierkampf verbieten
Der Unermütlichkeit von Astrid ist es zu verdanken,
dass ihr Brief an die venuzuelanischen Botschafterin in Deutschland, der
die Abschaffung des Stierkampfs in Venezuela fordert, an Präsident Chavez
weitergeleitet wurde. Die Botschafterin schrieb weiterhin,
"dass die Nationalversammlung Venezuela gegenwärtig
den Entwurf eines Tierschutzgesetzes diskutiert. das vom venezolanischen
Parlament bereits in erster Lesung beschlossen wurde".
Bravo, Astrid!
16.04.2009
Spanisches Fernsehen: Einschaltquote für Stierkampf auf
Tiefstand
Nur 11,6% der Zuschauer sahen sich am Ostersamstag
Stierkämpfe an. Immer weniger Spanier sehen sich das blutige Spektakel
im Fernsehen an. Damit wird
eine positive Tendenz
- wie auch zahlreiche Umfragen zeigen
- bestätigt. Offensichtlich wird die Corrida als
viel beschworenes nationales Kulturerbe von der spanischen Bevölkerung
mit immer mehr Desinteresse
bestraft.
Gegen die Empfehlung des für Kultur verantwortlichen Stadtrats hat
der Gemeindrat von La Coruña im
nordspanischen Galizien zugestimmt, mit 130.000 € Stierkämpfe zu
subventionieren. Die umstrittene Entscheidung ließ die Wellen in der Stadt
am Golf von Biskaya hochschlagen.Der Stadtrat,
der die Streichung der Subvention vorgeschlagen hatte,trat ohnehin schon für die Abschaffung der
Stierkämpfe in seiner Stadt ein, da diese seiner Meinung nach der galizischen Kultur fremd
sind. Die Webseite lavozdegalicia.es gibt Ihnen die Gelegenheit,
über den Stierkampf abzustimmen: Klicken Sie bitte auf "No"und
"Vota", wenn Sie gegen
Stierkämpfe in La Coruña
sind.
Der wirtschaftlichen Krise ist zu verdanken, dass
in Rivas, einer Sattelitenstadt Madrids, in diesem Jahr die
Stierkämpfe ausfallen. Auf fast 100.000 € beliefen sich die jährlichen
Kosten für zwei Corridas, die den gesamten Haushalt für
Freizeitveranstaltungen aufgefressen hätten.
Außerdem rechtfertigte der schwache Besuch der
Folterverantaltungen nicht mehr deren Finanzierung. Nur noch 300
Personen - bei 69.000
Einwohnern! - besuchten im
letzten Jahr das Spektakel.
Aufgrund heftiger Proteste von Stierkampfanhängern, die ein Referendum
fordern, gab die Gemeinde beschwichtigend bekannt, dass die Entscheidung
nicht immer gilt. Wie der Stadtrat die Verschwendung von Steuergeldern für
wenige Sadisten in Zukunft rechtfertigen will, bleibt abzuwarten.
Wenig bekannt ist, dass nicht nur Stiere
sondern auch Pferde bei Stierkämpfen qualvoll ums Leben
kommen. Fast immer werden von den Tierschändern
alte Pferde eingesetzt. Viele
davon enden schwer verletzt in den
Schlachthäusern oder tot in den Abdeckereien.
Aufruf zur Anticorrida-Demo in Sevilla -
Erinnerung!
Am
25. April findet die größte Antistierkampf-Demo statt, nicht
nur gegen das Massaker in Sevilla sondern gegen alle Stierkämpfe in der
ganzen Welt. Einen kleinen Vorgeschmack, was die Stierquäler in
Sevilla erwartet, zeigt ein
Video einer Demo von spanischen Stierkampfgegnern, die bereits in
Sevilla stattgefunden hat.
Machen Sie am 25. April in
Sevilla mit und demonstrieren Sie zusammen mit Stierkampfgegnern
aus ganz Europa.
Preiswerte Flüge nach Sevilla finden Sie bei den
Billigfliegern.
08.04.2009
Portugal: Eine dritte Stadt verweigert sich den
Stierquälern
Nach Viana doCastelo undBraga hat das Seebad
Cascaisals dritte
portugiesische Stadt sich geweigert, den Stierkämpfern Gelegenheit zu
geben Stierkämpfe abzuhalten. Der Präsident des
Stadtrates erklärte gegenüber der portugiesischen
TierschutzorganisationAnimal: „Ich habe
nicht die Absicht, eine neue
Stierkampfarena zu bauen und ebensonicht,
Spektakel mit Tieren in einer mobilen Arena zu gestatten.“ Als Konsequenz
kann ein am 20.Juni angekündigter Stierkampf in dem stark frequentierten
Badeort in unmittelbarer Nähe von Lissabon nicht stattfinden.
Bitte danken Sie dem
Stadtrat für die großartige Entscheidung mit dem folgenden Text oder mit
Ihren eigenen Worten:
I congratulate you and the Municipality
of Cascais for the excellent decision not accepting bullfighting in your
beautiful city. Portugal, Europe and the world certainly need more
politicians like you who are capable of making such important and
courageous decisions.
Yours, very respectfully,
(Name und Adresse)
08.04.2009
Corrida, Basta ! - Medienskandal in Frankreich
In
Frankreich hat neues Buch über die Barbarei
des Stierkampfs, das heute erschienen ist, hohe Wellen geschlagen und die französischen
Stiertöter in helle Aufregung versetzt:In einem Interview
äußerte Christian Laborde, der Autor des Buches: „Ich
habe das Buch mit einer Kalaschnikow und einem Tenorsaxophon geschrieben.
Die Kalaschnikow ist für die Toreros und das Saxophon für den Stier.“
Seitdem versuchen die Stierquäler,
den Autormit allen Mitteln
zu disqualifizieren, indem sie ihn u.a. als Animalist und Ökoterrorist bezeichnen.
Den Stierkampfvertretern gelang es sogar,
den französischen Fernsehsenders France 2 zu überzeugen, Christian
Labordefür die Aufzeichnung
einer kontroversen Sendung über den
Stierkampf wieder auszuladen. Fünf hochrangigen aficionados
standen schließlich nur drei sanfte Stierkampfgegner gegenüber, deren
kritischsten Äußerungen dem Schnitt zum Opfer fielen. Bekannte Vertreter
der Anticorrida-Organisationen wurden wohlweislich nicht eingeladen.
Bildausschnitte, die zeigen,
wie die Stierquäler ihre
Abscheulichkeiten in der Sendung mit Salonatmosphäre präsentierten, können
Sie
auf deren Webseite (Torero de Salon)
sehen.
Das Buch CORRIDA, BASTA! kann bei
www.amazon.fr für 15,20 € bestellt werden.
Es ist leider nur als französische Ausgabe erhältlich.
07.04.2009
Andalusien: Stierhatz zum Osterfest
Am Ostersonntag werden in der andalusischen Stadt
Arcos de la Frontera Stiere unter dem Gejohle von Tausenden von
Zuschauern durch die Gassen gejagt.
Toro del
Aleluya nennt sich das Fest und offenbartden religiösen Bezug dieser
Hetzjagd, der schon Hemingway in seinem Buch Gefährlicher Sommer
seine zweifelhaften
„Weihen“
gab.
Die Webseite
www.andaluciainformacion.es fragt ihre Besucher
Glauben Sie, dass das Fest des
Halleluja-Stiers immer noch gefeiert werden muss oder dass es seinen Sinn
verloren hat? Dazu gibt es nur eine passende Antwort: Debe
suspenderse - Es muss abgeschafft werden. Die Umfrage steht bei
www.andaluciainformacion.es auf der rechten Seite
mit einem großen Fragezeichen. Es kann sein, dass
die Umfrage zeitlich limitiert ist. In jedem Falle können Sie der Stadt
Arcos de la FronteraIhre Meinung unter contacto ins Stammbuch
schreiben. Über das abscheuliche Fest können Sie sich hier informieren: http://www.casacampana.com/torodealeluya.htm
05.04.2009
Spanischer
Matador: Opfer der Wirtschaftskrise
400.000 €
als Gage für den spanischen Startorero José Tomás, das ist selbst
der prestigeträchtigen Madrider Stierkampfarena Las Ventas zu viel
und
sie
gab ihm
folglich
eine Abfuhr.
Für diese horrende Forderung wollte der Matador nicht einmal
Fernsehübertragungen gestatten. Normalerweise garantiert José Tomás
volle Arenen. Dank der Wirtschaftskrise und der fallenden Popularität
der Stierquälerei fürchten die Veranstalter ein erhebliches Defizit, für
das die Stadt Madrid schon im letzten Jahr einspringen musste. Öffentliche
Gelder in Zeiten der Krise für Tierquälerei zu verschwenden, wird von
der
Mehrheit der spanischen
Bevölkerung angesichts einer hohen Arbeitslosigkeit nicht mehr akzeptiert.
Anticorridastädte in Katalonien: Es werden immer mehr!
Im Umland von Barcelona haben sich sieben
neue Städte mit einer Abstimmung im Stadtrat offiziell gegen den
Stierkampf erklärt. Mit den StädtenVacarisses, Hostalric, Tagamanent, Santa Eulalia de Ronçana, Caldes de Montbui, Pallejà
und Sant Pere de Vilamajor hat sich die Zahl derAnticorridastädte in Spanien auf 63
erhöht. Durch ihre mutige Entscheidung erhält das Volksbegehren zum
Verbot des Stierkampfs in Katalonien wichtigen
politischen Aufwind.
Die spanische Krebshilfe-Organisation
AECC hat am 29. März in der Stadt Cordoba eine Corrida
veranstaltet, um Geld für den Kampf gegen die
Krebskrankheit einzunehmen.
Dagegenprotestierten zahlreiche Tierschützer vor der Arena von Cordoba,
dennder
Kampf gegen den Krebs rechtfertigt nicht das öffentliche Massaker an
Tieren. Es ist eine Schande, dass eine Wohltätigkeitsorganisation die
Linderung menschlichen Leidens mit dem qualvollen Tod von Tieren erkauft.
Auch für die Stadt Cordoba, die sich für 2016 als Europäische
Kulturhauptstadt bewirbt, ist es eine Schande, dass in ihren Mauern -
nicht nur bei Benefizveranstaltungen - regelmäßig Stierkämpfe stattfinden.
Cordoba ist eines solchen Titels unwürdig!
Grausame Hetzjagd durch die Strassen einer andalusischen
Stadt
Im April findet alljährlich in den Strassen der
andalusischen Stadt Beas de Segura ein grausames Stiertreiben zu
Ehren des Schutzheiligen San Marcos statt. Von einer entfesselten
Menge werden Stiere angeleint durch die Strassen gejagt, ins Wasser gehetzt,
drangsaliert, brutal an den Schwänzen gezogen und aufeinander los
gelassen. Besser als jede Beschreibung zeigt dieses Videos,was mit den
armen Tieren geschieht. Seit Jahren versuchen die andalusischen
Tierschützer von ASANDRA, die barbarische Hetzjagd mit Anzeigen
aufzuhalten. Leider vergeblich!
Dazu füllen Sie bitte
mindestens folgende Pflichtfelder* aus:
Nombre (Name), Email,
País (Land), Cómo mostrar el nombre en el listado:
anonimo (anonym) oder nombre (mit Namen), ¿Eres persona o
robot?(tippen Sie hier persona rein)
Alliance Anticorrida hat zur Europawahl
alle Europaabgeordneten aufgerufen,
sich gegen den Stierkampf auszusprechen. Die Gründerin
von Alliance Anticorrida macht ihren Standpunkt
unmissverständlich klar: Zum Vergnügen einer Minderheit,
ein Tier zu Tode zu quälen,ist
ein Skandal.
Lesen Sie bitte hier den vollen Text.
Beteiligen Sie sich bitte an der Debatte:
Anschließend
an dem Text können Sie bei "Vous avez
quelque chose à dire ?" Ihren
Beitrag schreiben.
30.03.2009
Spanien: Die
Stadt Manzanares El Real stimmt gegen den Stierkampf
Die Bürger
von Manzanares El Real , einer Kleinstadt in der Nähe von Madrid,
haben angesichts der Wirtschaftskrise in einem Referendum entschieden,
dass ihr Stadtrat kein Geld mehr für Stierkämpfe ausgibt.
125.000 € gab die Stadt bisher jährlich für die Stierquälerei aus. Das
sind 27,53 % aller Ausgaben für Kultur, Sport, Jugend und Soziales. Der
Stadtrat sicherte zu, das Votum seiner Bürger zu respektieren.
In letzter Minute erfuhren
wir, dass der Bürgermeister der Stadt sich nicht an den Volksentscheid
halten will. Jedoch wird die Subvention auf 60.000 € gekürzt.
28.03.2009
Südfrankreich :
Stierkampf-Propaganda im Schulunterricht abgewehrt
In einer Schule der südfranzösischen Stadt
Aire-sur-Adour
sollte
während des Unterrichts in Anwesenheit von zwei jungen Toreros ein Vortrag
über die Corrida stattfinden.
Nachdem die französische Alliance Anticorrida beim
Erziehungsminister intervenierte, wurde der Schulleiter angewiesen,
diese
Propagandaveranstaltung außerhalb der offiziellen Schulzeit anzusetzen
und nur Schüler, deren Eltern damit einverstanden sind, teilnehmen zu
lassen. Von 185
Schülern waren nur 9 interessiert!
28.03.2009
Europäische Konsultationen : Abschaffung des Stierkampfs
nicht berücksichtigt
Der Vorschlag von Alliance Anticorrida, in der EU
den Stierkampf zu verbieten, erreichte im Internetforum nach dem Vorschlag
zur Abschaffung der Kernenergie, mit 2434 Stimmen
einen beachtlichen zweiten Rang.
Bedauerlicherweise wurde der Vorschlag in der Diskussionsrunde von 100
ausgewählten Franzosen nicht für die Finalrunde in Brüssel, an der im Mai
150 Bürger aus 27 EU-Ländern teilnehmen, empfohlen.
Unterstützen Sie bitte die Privatinitiative
eines Tierfreundes aus der Schweiz. Zum
Download stellt er eine
Petition und
Aufkleber zur Verfügung. Wir wünschen
der Aktion einen vollen Erfolg, der nur erzielt werden kann, wenn Sie
mitmachen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
25.03.2009
Österreich: Dancing Stars tanzen
wieder Stierkampf
Nachdem die portugiesische Stadt Viana do
Castelo die Veranstaltung von Stierkämpfen untersagt hat, informierte
der Präsident des Stadtrats von Braga die Tierschutzorganisation
Animal, dass Stierkämpfe anlässlich des Festes S. João am 20.
Juni nicht mehr erlaubt werden. Damit reagierte
der Stadtrat von Braga in kürzester Zeit auf eine entsprechende
Forderung von Animal, die auch den dringenden Wunsch einschließt,
Braga zur Antistierkampfstadt zu erklären. Wenn Braga diesen
Schritt unternimmt und damit alle Gewaltakte und Quälereien an Tieren
verurteilt, ist die Stadt nach Viana do Castelo eine wichtige
Etappe auf dem Weg, Stierkämpfe in ganz Portugal zu verbieten.
Animal erinnert daran, dass nach einer Meinungsumfrage 61,1% der
Einwohner von Nordportugal ein gesetzliches Verbot von Stierkämpfen
unterstützen und 64,5% wünschen, dass sich ihr Wohnort zur
Antistierkampfstadt erklärt.
Ermutigen Sie bitte die Stadt Braga, dem Wunsch der Bevölkerung
nachzukommen.
Quelle (pt): Jornal de Noticias
12.03.2009
Dublin: Stierkampfszenen bei Andrea Bocelli-Konzert
Bei einem Konzert von Andrea Bocelli in
Dublin wurden als Hintergrund Filmausschnitte vom Stierkampf
projiziert. Die grausamen Szenen wurden gezeigt, während der blinde Tenor
das Lied Granada mit der Textstelle „Granada, du Blut getränkte
Erde an Nachmittagen der Stiere“ sang. Davon geschockt verließen
einige Zuschauer entrüstet das Konzert und empörten sich darüber in einer
Liveshow des irischen Rundfunks. Daraufhin forderten die irischen
Tierschützer des Irish Council Against Blood Sports vom
Veranstalter, die beanstandeten Filmausschnitte zu entfernen. Unverzüglich
sagte dieser zu, beim zweiten Bocelli-Konzert diese Szenen nicht
mehr zu zeigen und distanzierte sich vom Stierkampf als „sinnlose
Darstellung von Grausamkeit“.
Spanische Stierkampfgegner in der Hölle des Löwens
Mit Plakaten bewaffnet unterbrachen die Aktivisten
der spanischen Anticorridaorganisation Igualdad Animal die
Eröffnungsrede zur 11. Welt-Stierkampf-Messe in Madrid.
SOS Galgos berichtet darüber mit einem Video.
05.03.2009
Panama: Der
Stierkampf-Hydra wächst ein neuer Kopf
Während in allen anderen
Stierkampfländern die Stierquäler an Boden verlieren, versuchen sie nun,
in Panama Fuß zu fassen. Laut
Informationen von Stierkampf-Webseiten wird in Panama City, der
Hauptstadt von Panama, am 28. März eine Stierkampf-Arena mit
einer Kapazität für 5.000 Zuschauer eingeweiht.Die Folterstätte wird mit einer internationalen Corrida, an der Toreros
aus Spanien, Peru, Frankreich und Mexiko teilnehmen, eröffnet.
Als besonderer Star wird dem Publikum Michelito, das mexikanische Torero-"Wunderkind",
präsentiert.
Richtige Stierkämpfe, bei denen die
Tiere verletzt und getötet werden, sind eigentlich seit 1990 in Panama
gesetzlich verboten. Erlaubt sind nur
Scheinstierkämpfe, bei denen die Stiere
ausschließlich mit dem Torerotuch gereizt werden. Das
Verbot war das Ergebnis von heftigen Protesten der Tierschützer von "Sociedad
Panamena Protectora de Animales", deren Kampagne besonders in den USA
ein großes Medienecho fand. Darüber können sie bei
Initiative Anticorridamehr
erfahren.
Da sehr
zu befürchten ist, dass die Stierkampfmafia das Verbot
missachtet, bitten wir Sie, an
einer
internationalen Protestaktion teilzunehmen.
Bitte senden Sie den folgenden spanischen Text an den panamaischen Präsidenten,
Erziehungsminister, Justizminister und an den Bürgermeister von Panama City. Kopien des Schreibens
senden Sie bitte an
ausgewählte Medien und an die diplomatischen Vertretungen Ihres Landes:
An:
Politiker und Behörden
despachopd@presidencia.gob.pa , ministro@meduca.gob.pa ,
contactenos@Gobiernoyjusticia.gob.pa , info@visitpanama.com ,
alcalde@municipio.gob.pa CC:
Medien
Excmos.Señore(a)s,
Fue con grande estupefacción que tuve conocimiento que el 28 de Marzo se
va inaugurar una plaza de toros, en Panamá City, con una corrida
internacional mixta.
Panamá es un hermoso país que hace muchos años que no tiene corridas de
toros al estilo español.
Las corridas son crueldad, enseñan violencia, vuestro país no necesita de
importar violencia, al contrario debe enseñar a los niños que los animales
deben ser respectados y no torturados y muertos.
Les pido que no autoricen esta corrida, no dejen la violencia regresar a
vuestro país. En todo el mundo se lucha en contra las corridas y muchos
países prohibirán las mismas, como por ejemplo Cuba y Argentina.
Siempre que programo mis vacaciones lo hago teniendo en cuenta no visitar
países en los cuales los animales son maltratados por lo tanto espero no
tener que añadir Panamá a mí lista de países a no visitar. Sinceramente
Name/País
Deutsche Übersetzung:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Mit großer Enttäuschung habe ich
erfahren, dass am 28. März in Panama City eine Stierkampfarena mit einer
internationalen Corrida eingeweiht wird.
Panama ist ein schönes Land, und es gab in Ihrem Land seit vielen Jahren
keine Stierkämpfe nach spanischer Art.
Stierkämpfe sind grausam
und verführen zur Gewalt. Ihr Land hat es nicht
nötig,
Gewalt zu importieren und sollte im Gegenteil Kindern lehren, dass Tiere
respektiert und nicht zu Tode gequält werden sollen.
Ich bitte Sie,
diese Stierkämpfe nicht zu genehmigen und zu
verhindern, dass die Gewalt
in Ihr Land zurückkehrt.
Überall in der Welt werden Stierkämpfe
zurückgedrängt, und viele Länder, wie Kuba und Argentinien, haben sie
verboten
Bei der Planung meiner Ferien
berücksichtige ich immer, Länder nicht zu besuchen, in denen Tiere
misshandelt werden und ich hoffe deshalb, Ihr Land nicht in die Liste der
Länder aufnehmen zu müssen, die Tiere nicht respektieren.
250 Jungstiere hat Michelito, das elfjährige
Toreromonster aus Mexiko, bisher in seinem Leben brutal umgebracht.
Bild am Sonntag widmete dem Kindertorero einen Artikel, der
unkritisch das Leben des von seinen Eltern missbrauchten Kindes beleuchtet
und dem Leid der von ihm qualvoll getöteten Jungstiere völlig ignoriert.
Der Verfasser „stellt die Corrida und ganz besonders
den Kampf mit Jungstieren und Jungstierkämpfer wie ein Fußballspiel der
A-Jugend vor 2500 Zuschauern dar. Es wird der Anschein erweckt, dass das
Spektakel nicht grausam, blutrünstig oder gar unfair wäre. Es wird eher
auf den beschwerlichen und anstrengenden Tag eines Jungstierkämpfers
verwiesen, der sich dann voller Inbrunst der höchst gefährlichen Bestie
entgegenstellt. Dem ganzen Stierkampf wird eine Haube der Verniedlichung
übergestülpt.“ (Zitat aus Protestmail)
Schweiz: Kammerorchester präsentiert spanische
Stierkampfmusik in der Kirche
Das Zuger OrchesterSinfonietta präsentiert morgen in der Kirche
St. Peterspanische Orchestermusik, "mitsamt
Stier und Torero". Auf dem Programm stehtJoaquín Turinas Orchesterstück «La Oración del Torero»,
das vom Gebet eines Toreros handelt.
Das Andalusische Kollektiv gegen die
Misshandlung von Tieren CACMA ruft zu einer Demo für die Abschaffung
der Corrida in Sevilla auf. Die Demo beginnt am Samstag den 25. April
2009 um 16 Uhr am Palacio de San Telmo und endet an der
Stierkampfarena Maestranza. Einzelheiten finden Sie bei
SOS Galgos. Mehr als
1500 Tierfreunde nahmen im letzten Jahr an der Demo teil. In diesem
Jahr sollten es noch mehr werden! Billigflüge aus ganz Europa erleichtern
die Teilnahme.
Beliebter französischer Chansonsänger in der Corridastadt
Carcassonne unerwünscht
Wenn Francis Cabrel, einer der beliebtesten
Chansonsänger Frankreichs, in einem Konzert auftritt, kann er sich kaum
dem Wunsch des Publikums entziehen, das Lied
La Corridaanzustimmen. Es erzählt von
einem Stier, der bisher friedlich sein Leben auf der Weide verbrachte und
plötzlich in eine Arena gestoßen wird und nun seinem Vollstrecker
gegenüber steht.
Daran hatten die Veranstalter des Sommerfestivals
in der südfranzösischen Stadt Carcassonne nicht mehr gedacht, als
sie den Sänger vor einigen Wochen zu einem Konzert einluden.
Jetzt will man davon nichts mehr wissen.
Wahrscheinlich erschreckte sie der Gedanke, dass das Publikum das traurige
Lied von dem zu Tode erschrockenen Stier einfordern könnte und die Stadt,
in der jährlich mehrere Stiere bei Stierkämpfen qualvoll ihr Leben lassen,
vor eigenem Publikum an den Pranger gestellt wird.
Quelle:Midi Libre vom 23.2.2009
01.03.2009
Erste Antistierkampfstadt in Portugal
Die nordportugiesische Stadt
Viana do Castelo hat sich als erste Stadt des Landes offiziell
gegen den Stierkampf erklärt. Schon vor einiger
Zeit entschied der Stadtrat, die einzige private Stierkampfarena seiner
Stadt zu erwerben, sie abzureißen und dort ein wissenschaftliches Zentrum
zu errichten. Der Bürgermeister erklärte, dass Stierkampfveranstaltungen
sowohl auf öffentlichen als auch privaten Plätzen nicht mehr erlaubt
werden.
Information von
International Mouvement Against
Bullfights
01.03.2009
Spanien: Schluss mit dem Feuerstier von
Sueca
Der Bürgermeister von
Sueca hat der
schrecklichen Quälerei eines Stieres bei einem lokalen Fest ein Ende
bereitet. In
dem Touristenortsüdlich von Valencia
wurde noch im letzten Jahr einem Stier Feuerwerkskörper auf die Hörner
gebunden und zur sadistischen Freude der Bevölkerung durch die Strassen der
Stadt gejagt. Mit der Annullierung dieses „Festes“ hat der Bürgermeister
von Sueca dem Drängen von Tierschutzorganisationen nachgegeben. Bei
vielen Bürgern der Stadt traf die Entscheidung auf großes Unverständnis.
Das Ergebnis einer Umfrage zeigt ebenfalls, dass sehr viele Leute mit
der Entscheidung nicht einverstanden sind.
Nehmen Sie bitte an der Umfrage teil, damit das Ergebnis eindeutig gegen
diese brutale Veranstaltung ausfällt.Stimmen Sie mit NO und
klicken Sie danach auf Votar. Vielen Dank im Namen des gequälten
Feuerstiers!
Die spanische Zeitung « Publico » berichtet, dass
sich immer weniger Spanier für den Stierkampf interessieren.Nur noch 9,7% der Spanier interessieren sich sehr, 21,4% ein wenig
und 67.2% überhaupt nicht mehr für die „fiesta nacional“.
Das Resumé der Zeitung: La 'fiesta' ya no es 'nacional'
– Die Fiesta ist nicht mehr national
Auch wenn Sie den Artikel in spanischer Sprache, der
darüber berichtet, nicht lesen können, haben Sie die Möglichkeit, am Ende
Ihre Meinung zu äußern. Die Frage lautet ¿Hay que prohibir los toros?
(Soll der Stierkampf verboten werden?) Drei Antworten stehen zur Auswahl.
Klicken Sie bitte auf „Si“ (Ja).
Bis zum 27. März 2009 können Sie an einer europaweiten
Debatte der Frage „Wie kann die EU unsere wirtschaftliche und soziale
Zukunft in einer globalisierten Welt gestalten?“ teilnehmen. Diese
Online-Debatte wird in jedem EU-Land zehn Vorschläge hervorbringen, die von
Bürgerinnen und Bürgern - ausgewähltnach dem Zufallsprinzip - ,die an der Europäischen Bürgerkonferenz am 28. und 29. März
2009 teilnehmen, diskutiert werden.
Die französische Alliance Anticorrida hat
den Europäischen
Bürgerkonferenzen
drei Themen vorgeschlagen:
Stimmen Sie bitte für diese
Vorschläge!Dazu
klicken Sie oben auf den ersten Link und melden sich an, indem Sie oben
links auf das Feld "Pas encore membre?...." klicken. In dem nächsten
Fenster sind folgende Einträgeerforderlich:
Nom d'utilisateur (Benutzername)
Adresse e-mail (Email-Adresse)
Mot de passe (Passwort)
Confirmer le mot de passe (Bestätigung des Passworts)
Pays (Land: Bsp. Allemagne, Autriche, Suisse)
Ville ou code postal (Stadt oder
Postleitzahl)
Sexe (Geschlecht)
Age (Alter)
Le test…. (Rechenaufgabe : Bsp 1+3, Eintrag 4)
Schliesslich klicken Sie darunter auf das Feld „Pas
encore membre?...“.
Sie erhalten dann sofort
eine Bestätigungsmail. Danach können Sie einzeln die oben stehenden Links aufrufen und
abstimmen, indem Sie jedes Mal auf „Votez pour cette proposition“ klicken.
Vielen Dank für die Mühe, die
Sie sich für die etwas komplizierte Prozedur genommen haben. Sie tragen
damit wieder ein bisschen zur Abschaffung des Leidens der Stiere in den
Arenen bei.
27.02.2009
Mexico City: Medienwirksamer Protest vor dem
Präsidentenpalais
Mehr als 40 Antistierkampf-Aktivisten protestierten
auf dem Hauptplatz der mexikanischen Hauptstadt vor dem Palacio Nacional, der Residenz des
mexikanischen Präsidenten, gegen die Ernennung der Stierkampfarena von
Mexico City,der größten der Welt, als „Kunstdenkmal“
und „kulturelles Erbe der Nation“. Blutüberströmt und mit
banderillas im Rücken legten sie sich mitten auf den
berühmtesten Platz
der mexikanischen Metropole. Die Aktion wurde von AnimaNaturalis
unter großer Beachtung der Medien durchgeführt. Der mexikanische
Präsident Felipe Calderón wurde aufgefordert, die Arena abreißen zu
lassen, um dort ein Einkaufszentrum zu errichten.
Spanien befindet sich in einer tiefen Rezession und
trotzdem werden noch Riesensummen von Steuergeldern für das Gemetzel in
den Stierkampfarenen verschwendet. Mit der Stierkampfindustrie geht es
finanziell bergab. Die teuren Eintrittskarten für das sadistische
Vergnügen können wegen der steigenden Anzahl von Arbeitslosen nicht mehr
bezahlt werden. Mit den schwindenden Umsätzen können sichdie Promotoren keine berühmten Matadore mehr
leisten. Die Krise hat sie also voll erwischt. Nun schreien sie
schamlos nach noch mehr Geld, das für die Unterstützung der Ärmsten der
Ärmsten des Landes dringend fehlt.
Lesen Sie bitte den Bericht von
SOS Galgos, der aufzeigt, welche Unsummen in Spanien für die
Stierquälerei verschwendet werden.
25.02.2009
Mazda und Eurostar gegen Stierkampf
Die Direktion des japanischen Autoherstellers MAZDA
entschied, keine Stierkämpfe mehr zu sponsern und wies ihre ausländischen
Niederlassungen an, die Unterstützung des Stierkampfs zu unterlassen.
Damit hatte der Protest der niederländischen Antistierkampforganisation
CAS International gegen die Werbung von MAZDA in der Stierkampfarena
von Valencia (Venezuela) durchschlagenen Erfolg. Quelle:
CAS International
EUROSTAR, der Betreiber der Eisenbahnlinie
unter dem Ärmelkanal, warb auf seiner Internetseite, zu Stierkämpfen nach
Nîmes in Südfrankreich zu reisen. Die englische Tierschutzorganisation
League Against Cruel Sports
protestierte dagegen. Daraufhin löschte EUROSTAR den unpassenden
Reisevorschlag und erkannte damit an, dass die „öffentliche Meinung
stark gegen Stierkämpfe ist“. Quelle:
League Against Cruel Sports
Im französischen Senat, vergleichbar mit dem
deutschen Bundesrat, hat sich vor ein paar Tagen eine Gruppe von Senatoren
gebildet, die sich die Verteidigung des Stierkampfs auf die Fahnen
geschrieben hat. Präsidiert wird das
Stierkampf-Gremium, dem 30 Senatoren (von 330 insgesamt) angehören, von
den Bürgermeistern der südfranzösischen Corridastädte Béziers und
Nîmes. Die meisten der dieser Gruppe angehörenden Senatoren sind
Schwergewichte in der französischen Politik und stehen Präsident
Sarkozy nahe, der bekanntlich ein eingefleischter aficionado
ist. Alarmiert durch das katalonische Referendum zur Abschaffung des
Stierkampfs, das bereits weit mehr als die erforderlichen Unterschriften
erreicht hat, sehen die französischen Stierkampf-Politiker die Gefahr,
dass das katalonische Beispiel in Frankreich Schule machen könnte.
Die Stierkampflobby hat mit der Senatorengruppe ein
zweites Standbein bekommen. In der französischen Nationalversammlung
besteht bereits seit Langem ein Stierkampf-Arbeitskreis, dem Abgeordnete
der Regierungspartei und der Opposition angehören. Wichtiger ist noch die
Unterstützung, die die
Stierkämpfer in der Regierung finden: Neben Premierminister
François Fillon sind drei weitere Minister erklärte
Stierkampfanhänger. Diesem Netzwerk aus Politikern aller politischer
Farben und Ebenen steht nur eine kleine informelle Gruppe von Abgeordneten
gegenüber, die bisher vergeblich die gesetzliche Abschaffung des
Stierkampfs fordert.
Während der Dreharbeiten von Bellamy, seines
kürzlich erschienenen Films, erklärte Gérard Depardieu in Nîmes
gegenüber der Zeitung Midi Libre: „Die Corrida ist ein
überwältigendes Ritual. Man darf nicht die Argumente derjenigen anhören,
die sich gegen den Stierkampf wenden, übrigens sind die Stierkampfgegner
viel gewalttätiger als alle Matadore, die Stiere töten.“
Der Film wurde außerhalb des Wettbewerbs auf der
Berlinale gezeigt und soll bald in allen Kinos erscheinen. Die
französische Alliance Anticorrida ruft alle Tierfreunde auf, sich
den Film nicht anzusehen und damit gegen die abschätzigen Äußerungen
des Filmdarstellers zu protestieren. Sie können auch seiner Agentin
Véronique Auriolv.auriol@artmedia.fr
schreiben. Vergessen sie bitte dabei nicht - im Gegensatz zu Gérard
Depardieu -, höflich zu bleiben.
Unterstützen Sie die Katalanen, den Stierkampf
abzuschaffen!
„Sind Sie für das Verbot des Stierkampfs?“
Diese Frage stellt die in Barcelona beheimatete Zeitung
LA VANGUARDIA, eine der wichtigsten Zeitungen Spaniens.
Beteiligen Sie sich bitte
an dieser
Umfrage!
Bereits über 85.000 Personen haben die Frage beantwortet, von denen 63 %
das Verbot forderten. Tragen Sie bitte dazu bei, dass sich dieser Anteil
noch erhöht, indem Sie auf Sí( Ja) und danach auf votar(abstimmen) klicken.
Spanien: Ceuta wehrt sich
erfolgreich gegen
Stierkampf
Nicht nur in Katalonien wehrt sich die Bevölkerung
gegen die Corrida, die von den spanischen Stierquälern als nationales Erbe angesehen wird.
Selbst am südlichsten Rande ihres vermeintlichen Territoriums ist ihr
blutiges Treiben nicht mehr erwünscht. In Ceuta, der kleinen
spanischen Exklave auf dem afrikanischen Kontinent, wollen die Bürger
nicht hinnehmen, dass
anlässlich eines Festes zum Jubiläum der Autonomie ihrer Stadt in einer
mobilen Arena Stierkämpfe stattfinden sollen. Eine gemeinsame Plattform von Tierschützern, örtlichen
Politikern und einer Jugendorganisation fordern den Stadtrat auf,
Stierkämpfe in Ceuta nicht zuzulassen. Um ihrer Forderung Nachdruck
zu verleihen, wurde dem Stadtrat eine Petition mit
3000 Unterschriften übergeben. Der Stadtrat zögerte
vorerst, der Forderung nachzukommen, da er
erheblichem Druck der Stierkampflobby und der sie unterstützenden
Geschäftsleute ausgesetzt war. Schließlich entschloss sich die Stadt unter dem Vorwand
der momentanenwirtschaftlichen Krise, kein Geld für den Stierkampf zur
Verfügung zu stellen. Damit wurde dem widerlichen Spektakel vorerst die
finanzielle Grundlage entzogen. Nach 14jähriger Unterbrechung versuchte
die Stierkampflobby, die Corrida in Ceuta wieder einzuführen. Die
Gefahr ist nicht vorüber, denn die Stierquäler und die sie unterstützenden
Geschäftemacher werden es beim nächsten Aufschwung wieder versuchen.
Almeria/Spanien: Wohltätigkeitscorrida fällt ins Wasser
Das Leiden von Krebskranken mit dem Leiden von
Stieren bei einer Corrida zu lindern, diese Verlogenheit ist nicht zu
überbieten. Die Spanische Gesellschaft gegen den Krebs (Asociación
Española Contra el Cáncer) veranstaltete seit 2002 in Almeria
in eigener Regie Wohltätigkeitsstierkämpfe, deren Überschuss dem Kampf
gegen die Krebskrankheit zufloss. In diesem Jahr wurde jedoch dieser
Stierkampf, der bisher eine wichtige Rolle im spanischen
Stierkampfkalender spielte, abgesagt, da das Publikumsinteresse stark
nachließ und dadurch die Gefahr bestand, die Kosten nicht mehr zu decken.
Mit Wohltätigkeitsstierkämpfen versuchen die
Stierkampfbetreiber ihr Image aufzupolieren. Doch das Publikum macht
ihnen jetzt einen Strich durch die Rechnung. Zunehmend weigern sich auch
Wohlfahrtsorganisationen, ihren Ruf mit dem Blutgeld zu ruinieren. So
erklärte das Restaurant du Cœur, eine französische Organisation,
die während der Wintermonate Nahrung und Kleidung an Bedürftige verteilt,
den Stierquälern klar und deutlich eine Absage.
Eine Umfrage des kolumbianischen Radiosenders
Caracol, die in den Städten Medellín, Cali, Bogotá,
Cartagena und Manizales durchgeführt wurde, ergab, dass die
Mehrheit der Kolumbianer nichts vom Stierkampf halten. In Medellín
haben sich 92%, in Cali 73%, in Bogotá 85%, in Cartagena
73% und in Manizales 67% der Befragten gegen den widerlichen kolonialen Import aus
Spanien ausgesprochen. Die nur schwach besuchte Arena von Cartagena
kämpft ums Überleben, was das Ergebnis der Umfrage nur bestätigt.
Niederländischer Konzern sponsert Stierkampf in Mexico
City
Mit einer unübersehbaren Werbebanderole wirbt eine
Filiale des niederländischen Bank- und Versicherungskonzerns Aegon
um die Besucher der größten Stierkampfarena der Welt.Sicherlich musste der Konzern tief in die Kasse
greifen, um solch eine Werbung über dem Haupteingang der 55.000 Zuschauer
fassenden Arena anbringen zu können. Auf der Banderole posiert der
berüchtigte mexikanische Torero Jeronimo, dem die Aegon-Filiale
Argos mit dem anbiedernden Slogan „Argos und Jeronimo: Gewisse
Gewinner“ ihre Sympathie bekundet.
Bitte äußern Sie Ihren Unmut darüber, dass eine
niederländische Firma ihrer Tochtergesellschaft erlaubt, Geld für die Unterstützung von
Stierkämpfen zu verschwenden und fragen Sie, ob dieses mit den ethischen
Grundsätzen von Aegon vereinbar ist:http://www.aegon.com/base/Templates/Standard.aspx?id=6623
Peru: Bevölkerung mehrheitlich gegen den Stierkampf
Auch in Südamerika verliert der Stierkampf immer
mehr an Rückhalt. Eine Umfrage, die Ende 2008 im Auftrag vom Comité
Antistiervechten International und der peruanischen
Tierschutzorganisation UPA durchgeführt wurde, zeigte, dass sich
überraschend viele Peruaner mehrheitlich gegen den Stierkampf
ausgesprochen haben: 86% der Peruaner interessieren sich nicht für
Stierkämpfe, darvon sind 68% strikt dagegen, 66% fordern ein Verbot und
64% möchten, dass sich ihre Gemeinde dagegen erklärt. Überraschend ist
auch, dass sich nur 2% der Befragten als Stierkampfanhänger äußerten.
Spanien: Skandalöses Urteil wegen Morddrohung gegenüber
Stierkampfgegnerin
Nach den Protesten im Jahre 2006 gegen die Hetzjagd
von Tordesillas, bei der alljährlich ein Stier grausam
niedergemetzelt wird, wurde die Präsidentin der spanischen
Tierschutzpartei PACMA über ihr Handy von einem Stierkampffanatiker
mit dem Tode bedroht: „Ich werde dir deinen Kopf spalten, ich werde
dich töten, du Tochter einer Drecksau.“ Für diese Hasstirade
verurteilte erst kürzlich ein Gericht in Bilbao den Anrufer zu
einer lächerlich geringen Geldstrafe. Das Gericht nahm nicht zur Kenntnis,
dass die Teilnehmer an den Protestmärschen in Tordesillas jedes
Jahr nur mit Mühe von der Polizei vor den Übergriffen der einheimischen
Bevölkerung, die ihre verbalen Drohungen gern in die Tat umsetzen möchten,
geschützt werden müssen. Ein Sprecher von PACMA erklärte, dass
man sich keineswegs von den Drohungen beeindrucken lässt und die Proteste
auch im September dieses Jahres wieder stattfinden werden.
Les Franqueses und
Castellar del Vallès sind die beiden katalonischen Städte, welche die
Liste der spanischen Antistierkampfstädte auf 61 weltweit ansteigen ließ,
davon 54 allein in Spanien.
Die Liste kann hier aufgerufen werden.
02.02.2009
KindertoreroMichelito
- Eine Schande für die mexikanische Stadt Merida
"Er
hat ein Gesicht wie ein Engel - doch in der Arena tötet er eiskalt."Wem läuft es dabei nicht
eiskalt den Rücken herunter,
und zu welchen Verwünschungen verleitet die
schreckliche Bluttat des fehlgeleiteten elfjährigen
Stiertöters? Die Verachtung sollte vielmehr die eiskalten Eltern
des Kindertoreros treffen, die ihren Sohn zu einem eiskalt mordenden Monstrumerzogen haben.
Schreiben Sie
bitte den Mitgliedern des Stadtrats mit dem Betreff "Michelito
- Vergüenza para Merida" (Schande für Merida)in der von Ihnen bevorzugten Sprache:
Schreiben Sie bitte nur in einfacher Schrift und ohne
Bilder, um sicher zu gehen, dass der Server der Empfänger die Emails
annimmt.
Leider konnten wir die Adresse der Eltern nicht
herausfinden.
02.02.2009
Vor zwei Jahren:
Die Rache
eines mutigen Stieres
Alle Stiere, die bei Stierkämpfen
ihr Leben lassen, verdienen unser
tiefes Mitgefühl und große Hochachtung, wenn sie sich tapfer ihrer Haut
wehren. Besonders hervorheben
möchten wir den Stier Pajarito (Vögelchen), der heute vor
zwei Jahren wie ein Vogel in die Zuschauertribüne der Arena von Mexiko-Stadt"flog" und die lüstern auf
seinen Tod lauernden
Zuschauer aufmischte. Das 500kg schwere Tier verletzte sieben
aficionados, darunter zwei schwer. Pajarito blieb
schließlich zwischen den Sitzreihen stecken, wo ihn die tödliche Rache der
Stiertöter ereilte:
In vier verschiedenen Städten Venezuelas
protestierten mehr als tausend Tierfreunde mit einer Menschenkette gegen
den Stiermord, der in ihrem Lande immer noch nicht verboten ist und
forderten von ihrer Regierung, endlich etwas gegen das Massaker
in den Arenen zu unternehmen.
Die Kette begann am 24. Januar in der Stadt
Maracay und wurde ein paar Tage später hintereinander in San
Cristobal, Caracas und San Antonio de Los
Altoswieder aufgenommen. Am
31. Januar wird die Menschenkette schließlich
in Maracaibo enden.
InSan Cristobal war die Internationale
Messe das Ziel der Menschenkette, die vor dem Messegelände gegen die
während der Messe stattfindenden Stierkämpfe protestierte. Lautstark
skandierten die Teilnehmer Parolen gegen die Folter und Misshandlung der
Stiere, unterstützt durch lautes Hupen vorbei fahrender Fahrzeuge.
In Caracas, der venezuelanischen
Hauptstadt, wurde die Menschenkette, der sich viele Passanten anschlossen,
von Studenten und Professoren der katholischen Fakultät unterstützt.
Innerhalb von zwei Stunden gelang es, mehr als tausend Unterschriften zu
sammeln. InSan Antonio de Los Altoshatte die Bevölkerung
eine derartige Demonstration noch nicht erlebt. Die Forderung, die Stadt
wie ihre Nachbarin Carrizal als Antistierkampfstadt zu erklären,
wurde von vielen Bürgern unterstützt.
In Maracaibo wird gegenüber der
Stierkampfarena Ricardo Aguirre mit einer großen Kundgebung das
Finale der Menschenkette, einer einzigartigen und viel beachteten Aktion
der venezuelanischen Stierkampfgegner, stattfinden.
Mexiko : Trauriger Rekord eineselfjährigen französisch-mexikanischen Stiermörders
Der elfjährige französisch-mexikanische
Stierkämpfer Michelito hat in seiner Geburtsstadt Mérida in
Mexiko einen traurigen Rekord errungen: Sechs Stiere, die nicht
älter als zwei Jahre waren, quälte der Kinder-Torero am letzten Samstag zu
Tode und bekam dafür zwei Ohren der toten Tiere als Trophäe zugesprochen.
Damit nicht genug, die Eltern beantragten für diesen Meuchelmord die
Aufnahme in das Guinness-Buch der Rekorde.
Mexikanische Kinderschutz- und
Antistierkampf-Organisationen hatten zunächst erreicht, dass das
Spektakel auf Méridas Plaza de Toros, deren Direktorin
Michelitos mexikanische Mutter ist, von den Behörden abgesetzt wurde.
Jedoch ein darauf angerufenes Gericht entschied, dass das blutige
Spektakel stattfinden konnte.
In Frankreich wurde im letzten Jahr dem
Mini-Torero der Auftritt bei einem richtigen Stierkampf in den Arenen von
Fontvieille und Arles wegen unerlaubter Kinderarbeit
verboten. Daraufhin organisierten die Stierkampfveranstalter für ihn in
einem südwestfranzösischen Provinznest eine unblutige Schau-Corrida, bei
der keine Folterinstrumente eingesetzt werden durften.In diesem Jahr soll er wieder in Europa auftreten.
Da ihm in Spanien gesetzlich verwehrt ist, als Minderjähriger Stiere zu
töten, wird er nun in Portugal seinem perversen „Kinderspiel“ nachgehen.
Dort darf er Jungstiere schlachthausreif quälen, sie aber nicht töten, da
dieses in Portugal verboten ist.
Die Eltern des Mini-Stiertöters behaupten
ständig, dass der Knabe unentgeltlich als Amateur-Torero auftritt und
damit keine Kinderarbeit leistet. Auf das Salär des Kinder-Toreros können
sie auch leicht verzichten, wenn ihr Sohn für die volle familieneigene
Arena in Merida sorgt. Die Tourneen durch die europäischen
Stierkampfarenen und deren Medienecho garantieren eine unbezahlbare
Publizität. Auf den undurchschaubaren Kanälen der weltweiten
Stierkampfmafia wird vermutlich „einiges“ nach Mexiko zurückfließen.
Auch in deutschsprachigen Medien fand die
Tierquälerei des Mini-Toreros großes Aufsehen:
Die Identität des Autors des Corrida-Films "Arena" ist
geklärt
Die Austrian Film Commission
kündigt auf ihrer
Webseite das baldige Erscheinen des Films "Arena"
an. Damit wird auch die Vermutung bestätigt, dass es
sich bei dem Autor des Films um den in Spanien ansässigen Österreicher
Günther Schwaiger handelt. Sobald bekannt ist, wo und wann der Film
erscheint, werden wir darüber Weiteres berichten.
In der Stierkampf-Hochburg
Andalusien hat die Stadt Dos Hermanas,
Trabantenstadt vonSevilla mit 120.000 Einwohnern,
den Stierkampfveranstaltern die finanzielle
Unterstützung entzogen. Diese Neuigkeit
gab ein Delegierter der Stadt bekannt, als er eine Abordnung des Anticorrida-KollektivsSolidaridad Animal Nazarena (SAN)empfing, das die Stadt aufforderte,
sich als Antistierkampfstadt zu erklären.
Die Forderung des Kollektivs wird nun dem Stadtrat unterbreitet, der
letztlich entscheidet, ob Dos Hermanasstierkampffrei wird. Die Stierkampf-Webseiten,
denen wir diese Information entnehmen, sehen ihre Felle davon schwimmen.
Sie fürchten, dass wie in Katalonien, wo sich bereits 48 Städte gegen die
Corrida ausgesprochen haben, ein Erdrutsch erfolgt. Beschwichtigend
betonen sie, dass die Streichung der Subventionen wegen Geldmangels
erfolgte. Siehoffen, dass die sozialistische
Regionalregierung Andalusiens ihrenParteifreunden,
die den Stadtrat von Dos Hermanasdominieren,
schon den Kopf waschen wird.
Werbeagentur Toreros distanziert sich vom
Stierkampf
„Zwar nennen wir uns Toreros, jedoch nehmen wir den
Stierkampf auf die Hörner. Wir möchten uns klar vom Stierkampf
distanzieren und verurteilen diese brutale Tierquälerei.“
Mit diesem Text stellt die Werbeagentur Toreros
aus Lüneburg auf ihrer Webseite klar, dass sie den Stierkampf entschieden
ablehnt. Wir danken der Agentur für die eindeutige Stellungnahme!
In unseren Meldungen vom 18.12.2008 und 21.12.2008
berichteten darüber, wie die
Werbeagentur zu Missverständnissen Anlass gab.
Spezial
Österreich: Kennen Sie einen Filmer namens Güster
Schwaiger?
Wir kennen ihn auch nicht.
Es scheint so, dass sich dieser Mann in Stierquäler-Kreisen einen Namen
machen will. Er soll ein österreichischer Dokumentarfilmer sein, der dabei
ist, einen Film über die „hohe Kunst“ des Stiertötens zu drehen, wie
spanische und französische Stierkampf-Webseiten
(1)
(2)
(3)in die Welt posaunen. Auch im Internet haben wir nirgendwo
sonst einen Güster Schwaigerentdeckt. Oder sollte es sich
hier etwa um Günther Schwaiger, dem österreichischen
Produzenten des umstrittenen Films Hafners Paradies handeln?
Dieser Film geriet in die Kritik, weil er ziemlich unreflektiert einem in
Spanien lebenden unverbesserlichen Altnazi Gelegenheit gibt, seine Ansichten
darzulegen. (4)
Mehr als 200 Stunden Filmaufnahmen soll
Schwaiger bereits eingefangen haben, um „ein komplettes Panorama
der Tauromachie“ darzustellen. Obwohl der
Film mit dem Titel „Arena“noch nicht zu sehen war,
sind die Stierkampf-Webseiten schon voll des Lobes. Sie feiern den
Streifen im Hinblick auf die österreichische Herkunft des Autor als
„neuen Beweis, dass der Stierkampf wirklich keine Grenzen kennt“
und erwähnen stolz, dass der Film von der österreichischen Regierung
gefördert wird. „Die Idee des Films ist, die Stierkampfwelt zu
würdigen, von der Leidenschaft des Publikums bis zur Symbolfigur, welche
Toreros in dieser schwierigen Kunst darstellen.“So wird
Schwaiger zitiert, was Schlimmes befürchten lässt.
Bitte seien Sie wachsam! Der Film mit einer Dauer von eineinhalb Stunden soll im
Januar heraus kommen. Ob im Kino oder im Fernsehen wird nicht verraten.
Wenn der Film das hält, was die Stierquäler ankündigen, sollten alle
Möglichkeiten des Protestes ausgeschöpft werden.
Informieren Sie uns bitte, wenn Ankündigungen,
Rezensionen etc. auftauchen, damit wir darüber berichten können.
Nachtrag: Die Austrian Film Commission
kündigt auf ihrer
Webseite das baldige Erscheinen des Films an. Damit wird auch die Vermutung bestätigt, dass es
sich bei dem Autor des Films um den in Spanien ansässigen Österreicher
Günther Schwaiger handelt.
04.01.2009
Kolumbien: Sturm auf die Arena von
Cali
Am vorletzten Tag des alten Jahres sind drei
Mitglieder der Tierschutzorganisation Federación de Comites de
Liberación Animal in die vollbesetzte Stierkampfarena der
kolumbianischen Stadt Cali gesprungen.
Auf Banderolen, die
sie mit sich führten, stand
Spanien : In Paterna ging der Schuss nach hinten los
Neidvoll sah der Bürgermeister von Paterna,
einer Trabantenstadt von Valencia, auf seinen großen Nachbarn und
fragte sich: Warum sollten wir nicht auch bei uns Stierkämpfe abhalten,
wie es in Valencia schon seit Langem üblich ist? Da er sicher war,
dass auch sein Wahlvolk diesen „frommen“ Wunsch unterstützt, ließ er zur
Bestätigung darüber abstimmen. Schon die Beteiligung an der Abstimmung
zeigte, dass von 52.000 stimmberechtigten Bürgern nur knapp 16 % sich für
die Frage interessierte. Der Rest von 8.305 Bürgern erteilte dem
Bürgermeister mit 5.659 Stimmen (68 %) eine klare Abfuhr. Die
Stierkampfanhänger zetern nun und möchten die Abstimmung am Liebsten
wiederholen. Um nicht noch mehr an Glaubwürdigkeit zu verlieren,
akzeptiert das enttäuschte Stadtoberhaupt das Ergebnis und fügt sich
notgedrungen dem Willen seiner engagierten Bürger.
Eine Schülerin der Tierschutzgruppe „Schüler für
Tiere“ des Rodenkirchner Gymnasiums in Köln machte sich
Gedanken über den Stierkampf. Aus der Sicht eines Stieres beschreibt sie,
wie es ihm in einer mitleidlosen Umgebung und seinen Folterern ausgesetzt
zumute ist:
http://www.schueler-fuer-tiere.de/stierkampf.htm
"SCHÜLER FÜR TIERE" hat sich zu einem Netzwerk
entwickelt, das Schülern Informationen über den Tierschutz und
Möglichkeiten zum aktiven Tierschutz zugänglich macht. Ausgehend vom
Rodenkirchner Gymnasium sind auch andere Schulen an dem Netzwerk
beteiligt. Wir wünschen den beteiligten Schülern, dass ihr Projekt
Schule macht!
Zum Jahresausklang brannte die spanische Rock-Gruppe SKA-P
ein wahres Feuerwerk gegen die Corrida ab. So etwas hatte die spanische
Hauptstadt und Stierkampf-Hochburg Madrid noch nicht erlebt. Als
die Rock-Musiker vor 10.000 Fans mit ihrem Song "Vergüenza" die
Schande des Stierkampfs umgeben von schockierenden Video-Projektionen
anprangerten, tobte das von der Anklage des Songs leidenschaftlich
mitgerissene Publikum , -- um so mehr, als Aktivisten von
AnimalNaturalis inmitten des Trubels eine Banderole mit "STOP
corridas de toros" ausrollten.
Mit dem Konzert in
Madrid, das mit AnimalNaturalisorganisiert wurde, stellte die Band ihr neues
Album vor. Schon bei allen vorherigen Alben nahmen die Musiker einen Titel
auf, bei dem es um das Leid von Tieren geht. Ebenso bei ihren Konzerten in Chile,
Argentinien, Venezuela, Mexiko und anderen Städten Spaniens
setzte sich SKA-P für den Tierschutz ein, und jedes Mal hatte AnimalNaturalis dabei Gelegenheit, auf brennende
Probleme des Tierschutzes hinzuweisen.
Comité Anti Stierenvechten: Anti-Corrida-Kampagne in
Südamerika
Das internationaleComité Anti Stierenvechten (CAS International), größte Antistierkampforganisation der Welt,
schickte im Dezember seinen Kampagnen-KoordinatorJordi Casamitjanain die
südamerikanischen Stierkampfländer Ecuador und Venezuela, um dort die
einheimischen Stierkampfgegner bei ihren Aktionen zu unterstützen.Jordi Casamitjana,
Katalane und
Verhaltensbiologe, war 2004
im Auftrag der Born Free Foundation
maßgeblich an der Kampagne beteiligt, die dazu führte,
in England die Fuchsjagd zu verbieten.
In Quito, Hauptstadt von Ecuador,
gab der Fernsehsender CRE Satellit
ihm die Gelegenheit, sich in einem viel beachteten Interview über das
Massaker an den Stieren zu
äußern. JordiCasamitjanahob hervor, dass sich in einer Umfrage
74 % der Bevölkerung Quitos nicht an Stierkämpfen interessiert sind
und diese ablehnen. Selbst in Spanien, dem Mutterland der Corrida, ist
diese unheilvolle Tradition nicht mehr beliebt. Er billigte Minderheiten
das Recht zu, ihren Traditionen nachzugehen, jedoch nicht, wenn darunter
Tiere leiden müssen.
In Caracas, der venezuleanischen Hauptstadt, hielt
JordiCasamitjana
auf Einladung des Kultusministeriums einen Vortrag im
Naturwissenschaftlichen Museum. Im Mittelpunkt des Vortrags, der im Rahmen
einer Ausstellung über die Jagd und deren Auswirkung auf die Biodiversität
des Planeten gehalten wurde, stand die Leidensfähigkeit von Tieren. Als Verhaltensbiologe
legte JordiCasamitjana dar,
dass insbesondere Säugetiere sehr schmerzempfindlich sind und wies
ausdrücklich auf das entsetzliche Leiden der Stiere bei Stierkämpfen hin. Zu
diesem Thema hielt Jordi Casamitjana
anlässlich des Prozess gegen die Corrida im Juni 2008 in Genf einen Vortrag
mit dem Titel'Suffering'
in bullfighting bulls; An ethologist's perspective
.
Frankreich: Maulkorb für Abgeordneten der Nationalversammlung
Demokratische Werte scheinen bei der französischen
Regierungspartei UMP nicht mehr zu gelten. Dem Abgeordneten
Jean-Marc Roubaud,
ebenfalls Bürgermeister von Villeneuve-lès-Avignon, wurde
von seinen Parteigenossen im Departement Gard untersagt, sich
weiterhin gegen den Stierkampf zu wenden. Sie beschlossen, dass "ein
Abgeordneter eines Stierkampf-Departements entweder den Stierkampf
unterstützen muss oder zumindest nichts gegen den Stierkampf, einer
Tradition, die im Departement wohl verankert ist, unternehmen darf".
Jean-Marc Roubaud, der seine Stadt
bisher erfolgreich gegen den Stierkampf verteidigt hat, konnte zuletzt mit
58,79 % der abgegebenen Stimmen sein Mandat in der französischen
Nationalversammlung wiedergewinnen. Seine der Stierquälerei zugetanenen
Parteifreunde sollten sich fragen, ob eine Abstimmung über ihr perverses
Vergnügen für sie ein ebenso gutes Ergebnis erzielen würde. Anstatt dessen
versuchen sie, mit totalitären Methoden die Meinungsfreiheit eines mit
überwältigender Mehrheit gewählten Abgeordneten zu beschneiden.
Skandalisiert durch eine solche Einschränkung von
Grundrechten hat die Alliance Anticorrida gegenüber den Präsidenten
der Nationalversammlung und des Senats, die beide
ebenfalls der Regierungspartei UMP angehören,
und dem Fraktionsvorsitzenden der UMPprotestiert.
In der französischen
Nationalversammlung gibt es sowohl in der
Regierungspartei als auch bei der sozialistischen Opposition viele
Abgeordnete, die erklärte Stierkampfanhänger sind. So war es möglich, dass
im Januar 2005 dem Torero Stéphane Mecafür seine "Verdienste" die Medaille der
Nationalversammlung überreicht wurde.
Colmenarejo, Spanien: Autos von Corrida-Gegnern
beschädigt
ZERSTÖRUNGSWUT ODER SELBSTBILDNIS? - Das ist
die Frage angesichts von Schmierereien und Beschädigungen, welche an Autos
von Umweltschützern in der spanischen Stadt Colmenarejo vorgenommen
wurden. Es fing damit an, dass die Grünen von
Colmenarejo ihren Stadtrat aufforderten,
Schulbücher anstatt Stierkämpfe zu subventionieren. Dazu initiierten sie
ein Volksbegehren, für dessen Annahme nach den gesetzlichen Vorschriften
mindestens 736 Unterschriften benötigt wurden. 925 Personen, 23% der
Stimmberechtigten, unterzeichneten die Petition, die jedoch vom Rathaus
als gesetzeswidrig zurückgewiesen wurde. Jetzt müssen die Gerichte über
die Gültigkeit der Befragung entscheiden. Seitdem reißen die Attentate auf
Autos der Umweltschützer nicht ab. Die Stierkampfanhänger bezeichnen ihre
Gegner immer wieder als intolerant, da sie Folter und den Tod an Stieren
nicht tolerieren. Wenn Sie sich die Fotos der beschädigten Autos ansehen,
werden Sie feststellen, mit welchen Mitteln die Stierkampfadepten einer
demokratischen Initiative von Umweltschützern entgegnen:
Am 8. Dezember wurde der spanische Torero Cayetano
Rivera Ordoñez vom Prinz Charles im Clarence House zu
einem Dinner empfangen. Seine Hoheit war sehr an der Karriere des Matadors
interessiert und sorgte sich um dessen Gesundheit. Ein Stier hatte nämlich
den Stiertöter bei seiner letzten Corrida unsanft auf die Hörner genommen.
Der Prinz von Wales interessierte sich außerdem sehr für den derzeitigen
Stand der Corrida in
Spanien. Wir wissen nicht, ob der Stiertöter dem Prinzen erzählt hat, dass
die Spanier mehrheitlich sein blutiges Handwerk verabscheuen. Ob der
Torero seinem hochadeligen Gesprächspartner, der für sein ebenso hohen
Intelligenzgrad bekannt ist, anvertraut hat, dass seine ferne Anverwandte
aus dem spanischen Königshaus Königin Sofia
ebenfalls den ritualisierten Stiermord ekelhaft
findet, können wir uns nicht vorstellen.
Über den Empfang berichtet der Torero auf seiner
Webseite und zeigt sich dort stolz mit Prinz Charles vor einem
Weihnachtsbaum:
Lichtblick: Spanischer Pfarrer wettert
gegen Stierkampf
Über 400 Jahre ist es her, dass Papst Pius V. in der
Bulle De salute
gregismit
ewiger Gültigkeit Kämpfe gegen Tiere unter Androhung von
Exkommunizierung verboten hat.Gleichermaßen untersagt die Bulle dem Klerus an diesen
Kämpfen beizuwohnen. Heute ist dieses immer noch
gültige Dokument vergessen und von Exkommunizierung keine Rede mehr. Die
Befolgung des päpstlichen Dekrets
würde die Kirchen in den Stierkampfländern
empfindlich treffen, denn sie müssten alle Pfarrer schassen, die bei
Stierfesten den Folterknechten ihren Segen geben.
Nur vereinzelt regt sich im Klerus der Widerstand gegen das Morden in den
Arenen. Deshalb soll hier der Pfarrer
José
Martínez Rondán
der beiden Orte Faura
und Benifairó d'eux Vallserwähnt werden, der
mit einem zweiseitigem Rundbrief seine Gemeinden aufruft, die
Grausamkeiten an den
Stierenanzuklagen
und nicht mehr davor die Augen zu verschließen.
Der Titel
"Die Tränen des Stieres"
und ein unübersehbares
Foto von einem
Stier mit einemSpieß im Rücken
lassen niemanden unberührt.Schonungslos fragt der
Pfarrer seine Gemeinde "Haben Sie kein Mitleid,
einen Stieranzusehen,
dem mit einem Schwert die Lungen durchbohrt
werden, dessen Arterien
platzen
und der im
Blut ertrinkt?
Wie sieht er uns an? Was will er uns mit seinen intelligenten Augen sagen?"
Der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Aufrufs war
nicht zufällig gewählt. Er
erschien wenige Tage vor dem
traditionellen Jahrmarkt von Faura,
der jährlich Anfang Dezember stattfindet und bei dem in der Arena mehrere
Stiere zu Tode gemartert werden.
Wann wird die offizielle Kirche dem Beispiel des
mutigen Pfarrers folgen und den von Papst Pius V. verordneten Ausschluss
der Stierquäler und ihrer klerikalen Anhänger durchsetzen?
Märchen entführt Kinder in die Stierkampfarena
...mit Happy End!
„Lied des Torero“ heißt das Märchen und hat überhaupt nichts mit dem "Auf in den
Kampf....." aus der Oper Carmen von George Bizet zu tun. In der
Ludwig-Steub-Grundschule
von Aibach lauschten die Kinder dem musikalischen Märchen
von Kim Märkl,
das vom Nachrichtensprecher des Bayerischen Rundfunks Alex
Dorow
erzählt und vom
Gitarren-Duo Gruber-Maklar
begleitet wurde. Die Geschichte handelt von einem Großvater, der als
Junge Torero werden sollte, was ihm gar nicht gefiel, und vorzog,
Gitarre zu spielen. Bei seinem ersten Stierkampf gelang es
ihm
zusammen mit seinem Freund, den Stieren Melodien
vorzuspielen und sie zum Lauschen zu bringen. Damit gerät dieser
Stierkampf "zum Triumph der Musik über Gewalt und Stärke".
Als Weihnachtsgeschenk bietet eine
Corrida-Boutique im Web für Kinder einen Torero-Umhang an. Mit
diesem roten Cape treibt "normalerweise" ein richtiger Torero mit dem
Stier sein hinterhältiges "Spielchen", bevor er ihn heimtückisch umbringt. Damit "der
junge Torero" sich nicht langweilt, regt die Folter-Boutique an, dieses
widerliche Tuch zuhause an einem Hund oder einer Katze auszuprobieren.
Können Sie sich vorstellen, was Kinder, die vom zarten Alter an in einer
Stierkampf-Atmosphäre aufwachsen, in einem unbeobachteten Augenblick noch
alles
anstellen können? Besser nicht!
Sehen Sie sich bitte dieses Video an, das die
spanische Königin Sofia bei der Übernahme einer Patenschaft für ein
Eselbaby zeigt:
http://es.youtube.com/watch?v=TbMiMOPV4EkWenig
bekannt ist, dass Königin Sofia Vegetarierin und engagierte Tierfreundin
ist.Öffentlich erklärte sie sich gegen den Stierkampf und versucht, - leider vergeblich
- ihre königliche Familie von der Scheußlichkeit der
Corrida zu überzeugen. Wegen ihrer Einstellung wird sie oft in den Stierkampf
freundlichen
spanischen Medien angegriffen und ins Lächerliche gezogen. Die zunehmende
Ablehnung des Stierkampfs in der spanischen Bevölkerung wird jedoch ihr
Eintreten für die gequälten Kreaturen stärken. Ihrem unbelehrbaren Gatten
Juan Carlos werden eines Tages die Augen aufgehen, wenn er merkt,
dass seine perverse Leidenschaft
nur noch vom Abschaum seines Volkes geteilt wird.
09.12.2008
Stierfleisch: Von der Arena frisch auf den Tisch
Der Fotograf Jerôme Lescure hat mit seiner
Kamera festgehalten unter welchen katastrophalen hygienischen
Verhältnissen die in den Stierkampfarenen getöteten Tiere für den
Fleischmarkt präpariert werden. In primitiven Räumen, die für jedermann
(auch für Kinder!)
zugänglich sind, werden die Tierkadaver auseinander genommen und für den
Handel konditioniert. Von dort gelangt das Fleisch direkt auf den
Fleischmarkt, ohne dass der Konsument erfährt, dass das Fleisch von Tieren
stammt, die vorher fürchterlich gequält wurden und
deren Fleisch daher stark durch Stresshormone
belastet ist. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Fleisch durch die
zahlreichen Verletzungen, die das Tier erleidet, durch Bakterien
kontaminiert wird, zumal die Kadaver der Tiere
nach ihrem Tod auf der
Erde aus der Arena geschleift werden.
Der bekannte französische Genetiker Albert
Jacquard, ebenfalls Mitglied des nationalen Ethikrates, hat sich nun an
den französischen Landwirtschaftsminister Michel
Barniergewandtund ihn auf die
skandalösen Verhältnisse hingewiesen. Er fordert eindringlich, den Verkauf
von Stierfleisch aus Arenen zu verbieten. Am 11. November hatte schon die
Abgeordnete der Nationalversammlung Geneviève Gaillard in ihrer
Eigenschaft als Vorsitzende eines parlamentarischen Arbeitskreises für den
Tierschutz die Regierung aufgefordert, die
Vermarktung dieses
Fleisches zu untersagen. Der Minister hat bisher
nicht reagiert!
Portugal: Stierkampfarena wird in Museum umgewandelt
Mangelndes Interesse an der Stierquälerei
veranlasste die Stadt Viana do
Castelo im Norden Portugals, die Stierkampfarena in ihren Mauern für einen
symbolischen Preis von 5000 € zu kaufen, um sie in ein biologisches
und ökologisches Museum umzuwandeln. Es soll ein ähnliches Museum
wie in der spanischen Stadt Coruña
entstehen und ein besonderer Anziehungspunkt für Schüler und Studenten aus
ganz Portugal werden. Die Stierkampfarena mit 4900 Sitzplätzen verlor
immer mehr an Attraktivität, so dass schließlich
dort nur noch einmal im Jahr Stierkämpfe
stattfanden.
Stierkampfmafia: Spanische Toreros ließen Pferde eines
Konkurrenten killen
Ein Gerichtsverfahren
in Spanien bringt die dubiosen Praktiken der
spanischen Stierkampfmafia zu Tage. Drei spanische Toreros stehen vor
Gericht da sie drei
kolumbianische Killer
beauftragten, die Pferde eines Konkurrenten umzubringen.Doch die Auftragsmördertäuschten sichund folgten dem Pferdetransporter
anderer Toreros.Während eines Zwischenstopps warfen sie
Benzinbomben in die Boxen wobei sechs
Pferde getötet wurden und
sechs weitere überlebten.
Die kolumbianischen Killer sind nicht mehr
aufzufinden. Doch die Auftragsgeber, die gefasst wurden und mit einer Gefängnisstrafe sowie
einer erheblichen Geldbusse rechnen müssen, leugnen die Tat.
Mutige Aktionen in der Stierkampfarena von Zaragoza
Beim letzten Stierkampf der Saison in Zaragoza,
am 19. Oktober, erregte die spanische Tierschutzorganisation
Igualdad Animal mit zwei mutigen Aktionen, mit denen sie die
Abschaffung der Corrida forderte, großes Aufsehen. Nachdem der erste Stier
massakriert wurde, sprangen sieben Aktivisten "bewaffnet" mit Plakaten mit
der Aufschrift “Abolicón” (Abschaffung) in die Arena. Einige
Minuten darauf seilten sich zwei andere Mitstreiter an der Fassade des
Gebäudes ab und entfalteten ein Transparent, mit dem ebenfalls die
Abschaffung des Stierkampf gefordert wurde. Die anwesenden Reporter
sorgten für eine entsprechende Verbreitung in den Medien.
Selten wird der Stierkampf in der Kunst von seiner
grausamen Seite dargestellt. Solche Werke werden in Stierkampfregionen als
entartet angesehen und Ausstellungen abgelehnt, wie es kürzlich im
südfranzösischen Bayonne geschehen ist. Nun sind die Arbeiten der
Malerin Juliet Vles,
die im Stierkampf verpesteten Departement Gers beheimatet ist,
weltweit im Web zu sehen.
Das erste Bild zeigt den Kadaver eines Stiers, dessen
Rücken von Lanzen zerfetzt ist, umgeben von fünf Corrida geilen Aasgeiern
mit menschlichen Köpfen, die Gemälden von Hieronymus Bosch und
Leonardo da Vinci entlehnt sind. Jeder Geier stellt eine der typischen
Eigenschaften eines aficionados dar: Feigheit, Geilheit,
Dummheit, Verlogenheit und Grausamkeit (von links nach rechts).
Der Titel "Corridada" ist eine
Anspielung auf die dadaistischen Argumente, mit denen die
Stierkampffanatiker ihr sadistisches Vergnügen rechtfertigen. Quelle:
http://www.flac-aquitania.org/artikel-22533862.html
27.10.2008
Spanien: Stiere sterben für Wohltätigkeit
Am 8. November werden in der Stierkampfarena von
San Fernando (Cádiz) Stiere bei einer Benefizcorrida zugunsten einer
Wohltätigkeitsorganisation zu Tode gequält. Die Asociación de Unión de
Parálisis Cerebral (Vereinigung für Patienten mit Gehirnlähmung) von
San Fernando akzeptiert das Geld, an dem das Blut von grausam
umgebrachten Tieren klebt und begleitet sogar ihre Schutzbefohlenen zu
diesem Massaker. Mehr als 1,5 Millionen € steckt die Regierung von
Andalusien den Stierquälern als Subvention für deren widerliche
Veranstaltungen und die Werbung dafür in die Taschen, während das Geld
dringendst im sozialen Bereich benötigt wird.
"Wir respektieren
Ihre Meinung und schätzen Ihr Engagement in Sachen Tierschutz. Sie dürfen
sicher sein, dass wir Ihre Anmerkungen sehr ernst nehmen und Ihre
Überlegungen in die Entwicklung einer künftigen Neuauflage des Spiels mit einbezogen werden." Diese Antwort der
Monopoly-Firma Hasbro lässt hoffen, dass der Torero als Spielfigur
aus dem weit verbreiteten Spiel verbannt wird. Es fragt sich nur, wann Hasbro eine Neuauflage des Spiels
herausgibt.
25.10.2008
Die spanische Provinz Asturien verbietet Stierkämpfe
Im offiziellen Bulletin der
autonomen Provinz Asturien im Nordwesten Spaniens
wurde am 22. Oktober 2008 das Verbot von Stierkämpfen und anderen Kämpfen
mit Hunden, Hähnen usw. bekannt gegeben. Die neue Vorschrift verbietet,
lebende Tiere in Schauspielen, Kämpfen, Festen und anderen
Veranstaltungen, bei denen Tiere leiden müssen, einzusetzen.
Eine Freiheitsstrafe von 6 bis 12 Monaten oder eine
Geldstrafe bis zu 60000 € riskieren die Aktivisten von Equanimal,
die im Juni dieses Jahres in Alicante in die Stierkampfarena
stürmten und mit Banderolen die Abschaffung des Stierquälens forderten.
Zur Unterstützung der mutigen "Störenfriede",
die ihre Aktion in der voll besetzten Stierkampfarena durchführten und
dabei keine Gewalt anwandten, können Sie eine Petition unterzeichnen, die
in dem Bericht von SOS Galgos zu finden ist:
http://www.sos-galgos.net/2008-10-23/unterstuetzung-fuer-die-aktivisten-von-equanimal.html
19.10.2008
Juan Carlos vergibt Goldmedaille für Kulturschande
Der spanische König Juan Carlos zeichnetein La Coruña den “matador de toros” José
Tomás, oft als bester Stierkämpfer aller Zeiten betitelt, mit der
Goldmedaille der "schönen Künste" aus, obwohl er sicherlich weiß, dass sein Volk
mehrheitlich die "Kunst" des Tötens
als ekelhaftes Spektakel ablehnt.
Juan Carlos, als fanatischer Stierkampfanhänger
bekannt, wohnte vor ein paar Wochen mit seiner Tochter Elena dem
blutigen Spektakel in der Arena Las Ventas / Madrid bei, bei dem
José Tomas eine besondere "Ehrung" durch einen Stier erfuhr, der ihn
ordentlich auf die Hörner nahm. Nach einem Höhenflug mit anschließender
Bauchlandung rächte sich der Stiertöter an dem tapferen Stier, indem er
ihn mit letzter Kraft ins Jenseits beförderte, bevor er schwer verletzt
ins Hospital eingeliefert wurde.
Geschockt mussten am 9. Oktober die Abgeordneten des
Europa-Parlaments in Brüssel vor ihrem Hohen Hause über blutende mit
Banderillas gespickte Menschenleiber steigen, um ihrer Arbeit nachzugehen.
Comité Anti Stierenvechten International
CASund PETA bereiteten den
EU-Parlamentariern diese "Unannehmlichkeit", um sie auf das Gemetzel, das
in den südeuropäischen
Arenen mit finanzieller Unterstützung Brüssels jährlich an Tausenden von
Stieren verübt wird, drastischen aufmerksam zu machen.
In Spanien haben sich 121 Tierärzte zu einem
Verein gegen den Stierkampf zusammengeschlossen. Insbesondere
wendet sich diese Organisation gegen unverantwortliche Kollegen, die den
Stierkampf trotz ihres Auftrags, leidenden Tieren zu helfen,
aktiv unterstützen Viele
Veterinäre profitieren vom Stierkampf und sind begeisterte
Stierkampfanhänger. Der Verband spanischer Tierärzte und andere
Berufsorganisationen erhalten erhebliche finanzielle Zuwendungen von den
Stierquälern. Außerdem verurteilen die Tierärzte gegen den Stierkampf,
dass in zweifelhaften wissenschaftlichen Studien behauptet wird, dass
Stiere bei Stierkämpfen keine Schmerzen empfinden und nicht im Geringsten
leiden.
Nähere Informationen erhalten Sie in spanischer
Sprache auf der Webseite
http://www.avat.org.es
Zu den Mitglieder der Organisation gehören auch
nichtspanische Tierärzte. Falls Sie als Tierarzt an der Mitgliedschaft
interessiert sind, schreiben sie bitte an
avat@avat.org.es
.
09.10.2008
Gequälte Stiere rächen sich
Wenn Stiere ihre Folterknechte auf die Hörner nehmen,
ist man geneigt Schadenfreude zu empfinden. Es ist jedoch eine
reine Freude zu sehen, wenn diese stolzen Tiere sich nicht durch
Täuschungen ihrer Peiniger überrumpeln lassen, sondern sich ihrer Haut
wehren und ihre feigen Gegner außer Gefecht setzen. So geschah es einem
Torero in Valencia, wie die Bild-Zeitung berichtete:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/10/09/rache-der-natur/gequaelter-stier-raecht-sich-an-torero.html
Ebenso erging es Männern, die bei einem Stiertreiben
mit den spitzen Hörnern
eines durch die Strassen gehetzten Stieres Bekanntschaft machen mussten:
http://fr.youtube.com/watch?v=431uKHFNvUw&NR=1
Alljährlich erleidet in dem nordwestspanischen Ort
Medinaceli im Rahmen
eines religiösen Festes ein Stier unvorstellbare Leiden, indem
Teergetränkte Kugeln, die an seinen Hörnern auf einem Gestell befestigt
sind, angezündet werden. Voller Panik wird das arme Tier zur Freude der
Bewohner durch die Strassen der Stadt gejagt. Das
Fest mit dem zynischen Namen El Toro Júbilo(Jubelstier) findet nicht weit von Tordesillasstatt, wo erst vor
wenigen Wochen der Toro de la Vega von einer bestialischen
Menschenmenge zu Tode gehetzt wurde. Lesen Sie bitte den ausführlichen
Bericht
http://www.sos-galgos.net/2008-10-08/nach-dem-stier-von-tordesillas-der-von-medinaceli.html
In der neuen Ausgabe von MONOPOLY WORLD
des Spieleverlages
HASBRO kommt als Repräsentant Spaniens ein Torero als Spielfigur zum Zuge.
Es ist unglaublich, dass in dem beliebten Gesellschaftsspiel ein Symbol
auftaucht, das eines der schlimmsten Beispiele für Tierquälerei ist und
damit für Spieler in der ganzen Welt banalisiert wird.
Mit einem energischen Protest
forderte die irische TierschutzorganisationIrish Council Against Blood Sports die Firma HASBRO auf, die Spielfigur aus dem Verkehr zu
ziehen und durch einen
Flamencotänzer zu ersetzen. Die
Firma antwortete
beschwichtigend und erklärte, die Kritik bei einer Neuauflage des Spiels
in Betracht zu ziehen. ICABS bittet,
sich dem Protest anzuschließen und HASBRO aufzufordern,
den Torero, Symbol der spanischen Barbarei, zurückzuziehen:
Die Riten des Stierkampfs, der "elegante" Tanz des
Toreros, die glitzernden Kostüme der beteiligten
Figuren, die rassigen Damen in sevillianischen Trachten auf feurigen
Pferden und nicht zuletzt der "würdige" Todeskampf des Stieres sind die
Elemente, mit denen die Stierkampfanhänger die Corrida als ein höchst
ästhetisches Ereignis in den "Himmel" heben. Wer dem nicht folgen kann,
wird nebulös auf den Esprit verwiesen, der dem Stierkampf innewohnt
und den nur ein Stierkampfadept fühlen und erleben kann.
Wie abscheulich und grausam der Stierkampf wirklich
ist, können Sie sich in einem Video ansehen, das die Täuschungen der Stierquäler entlarvt.
Der französische Titel LA FACE
CACHEE DES CORRIDAS... lautet übersetzt DIE VERSTECKTE SEITE DES
STIERKAMPFS...:
http://www.youtube.com/watch?v=0bOu6z90564
24.09.2008
Keine
course camarguaise in Marseille
Der Bürgermeister von Marseille Jean-Claude Gaudin
hat klipp und klar die Veranstaltung einer course camarguaise, der
französischen Variante des unblutigen Stierkampfs, in seiner Stadt
untersagt. Er begründete dieses damit, dass es in Marseille nie eine
Stierkampftradition gegeben hat. Immer wieder versuchen die
Stierkampfpromotoren, "harmlose" Veranstaltungen mit Stieren dort
einzuschmuggeln, wo es bisher noch keine Stierkampftradition gab, um dann
eines Tages ihre Veranstaltungen immer mehr auf den blutigen Stierkampf
umzupolen.
Da Marseille die Partnerstadt Hamburgs ist, bitten wir
alle Hamburger Tierfreunde, ihre Marseiller Freunde zu bestärken, die
ständigen Versuche der Stierquäler, den Stierkampf in der provenzalischen
Metropole einführen, abzuwehren. Gelegenheit dazu geben zahlreiche
Veranstaltungen, die dieses Jahr zum 50jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen den
beiden Städten stattfinden.
Coca Cola: Keine Werbung in der Stierkampfarena von Barcelona
ICABS (Irish Council Against Blood Sports) erreichte, dass die Firma Coca
Cola ihre permanente Werbung in der „Monumental“, der einzigen noch in
Barcelona existierenden Stierkampfarena,
zurückzieht. In einem Brief an ICABS betonte Coca Cola Company, dass sie
sich ihrer langfristigen Politik einer ethischen und humanen Behandlung
von Tieren verpflichtet fühlt und weder Stierkämpfe noch andere damit
verbundene Veranstaltungen in Spanien sponsert.
Wir gratulieren
ICABS
zu diesem Erfolg.
Quelle: ICABS Newsletter vom 23.08.2008
18.09.2008
62,2% der Spanier interessiert sich nicht für die Fiesta
Seit den siebziger Jahren führt das
Meinungsforschungsinstitut Verstiga (früher Gallup)
regelmäßig Umfragen über die Corrida durch. Das Ergebnis der letzten
Untersuchung ergab dass nur
9,7 % der Spanier großes Interesse daran haben, 21,4 % sind nur wenig
interessiert und 67,2 % haben überhaupt kein Interesse am Stierkampf.
Trotz der hohen Quote des Desinteresses zeigt das
Ergebnis eine Zunahme gegenüber 2006, als 72 % der Befragten sich
uninteressiert zeigten. Die Analyse nach Geschlechtszugehörigkeit ergibt,
dass Frauen mit 73,3 % im Vergleich zu Männern mit 61 % kein Interesse am
Stierkampf zeigen. Nur 25,1 % der Frauen zeigen Interesse, während Männer
sich mit 37,2 % dafür interessieren.
Das Ergebnis nach Altersklassen ergibt Folgendes:
Zwischen 14 und 24 Jahren erklären 85,7 % kein Interesse, zwischen 25 und
34 noch 68,4 %, von 45 bis 54 Jahren 63 % und schließlich über 65
Jahre ergeben sich 56,8 % Uninteressierte.
Obwohl das Ergebnis das Interesse an
der Corrida etwas zunimmt, was sicherlich auf die Auswahl der Befragten
zurückzuführen ist, zeigt die Abnahme des Interesses mit jüngerem Alter
eine positive Entwicklung. Doch bis der Stierkampf eines natürlichen Todes
stirbt, sollten wir kräftig nachhelfen, damit das Leiden der gequälten
Stiere früher aufhört.
Quelle: eine Stierkampfwebseite in spanischer Sprache
Die Medien interessieren sich immer mehr für die
widerwärtige Jagd auf den Stier in Tordesillas. Ein Beispiel dafür ist der
"Stern", der ein Bild von der Hetzjagd als Bild des Tages ausgewählte:
http://www.stern.de/bdt/614399.html?cp=24
Das verabscheuungswürdige Ereignis in der Stadt im
Nordwesten Spanien wird zunehmend zu einem Symbol für das Leid, das den
Stieren in Spanien und den angrenzenden Stierkampfländern zugefügt wird.
Solange das schlimme Spektakel nicht beendet ist, sollte alles daran
gesetzt werden,diese
Blutorgie weiterhin in ganz Europa bekannt zu machen.
Fünf Tage vor der "feria de Vendange"
(Feria der Weinlese) sind hunderte von Tierfreunden und
Tierschutzorganisationen, die aus allen Ecken Frankreichs und Europas kamen,
dem Aufruf der
Alliance Anticorrida zu einem
friedlichen Protestmarsch in den Strassen der südfranzösischen Stadt Nîmes
gegen das Massaker in den Stierkampfarenen gefolgt. Angeführt von einer
Gruppe unüberhörbarer Trommler defilierten fast 1000 Demonstranten durch
die Innenstadt von Nîmes, um schließlich vor der antiken Arena, in der
jährlich ein paar hundert Stiere bestialisch umgebracht werden, zu einer
eindrucksvollen Kundgebung zusammen zu kommen. Nach einer Schweigeminute
für die zu Tode gefolterten Stiere ergriffen die Vertreter beteiligter
französischer und ausländischer Organisationen das Wort, um die Zuhörer zu
ermuntern, im Kampf gegen die Barbarei nicht locker zu lassen und um die
Öffentlichkeit, vertreten durch die Medien, aufzufordern, die
Kulturschande der Corrida nicht zu tolerieren. Als Schlusspunkt wurden die
mitgeführten Luftballons mit einem lauten Knall gleichzeitig zum Platzen
gebracht.
Sehen Sie hier eine Fotoreportage der Tierfreunde von Aix les Bains
Nur wenige wissen, was eine"becerrada" ist.
Während bei einer Corrida nur Matadore, Meister des Stierquälens,
auftreten, ist die "becerrada" den Torero-Lehrlingen vorbehalten.
Sie ist also der Stierkampf der Jugendlichen, die das Stiertöten erst
erlernen wollen. Man darf sich gar nicht vorstellen, wenn schon manchen
Meistern nicht alles gelingt, wie Lehrlinge am lebenden Objekt, nämlich
jungen Stieren und Kühen, das Stechen und Töten üben. Oft finden solche
schauerlichen Lehrstücke wohlweißlich unter dem Ausschluss der
Öffentlichkeit statt; nur wenn die Folterlehrlinge das 16. Lebensjahr
erreicht haben, dürfen sie in aller Öffentlichkeit morden. Im jüngeren
Alter dürfen sie sich nur in Schaukämpfen ohne Todesstoss dem Publikum
präsentieren.
In Spanien erfreuen sich die "becerradas"
einer besonderen Beliebtheit, weil sie an manchen Orten mit armer
Bevölkerung ein billiger Ersatz zum kostspieligen Auftritt von
ausgewachsenen Toreros sind. In zwei Artikeln berichtet SOS Galgos über
dieses abscheuliche Gemetzel:
Nicht nur in Tordesillas werden Stiere
zu Tode gehetzt. Auch in Galapagos und El Casar, nördlich von
Madrid, vergnügen sich die Einwohner, indem sie einen einzelnen Stier mit
zahlreichen Geländewagen, Traktoren und Motorrädern bis zur
Erschöpfung in die Enge treiben. Lesen Sie den erschütternden Bericht von
SOS Galgos: