Neuigkeiten

05.08.2008

Internationaler Prozess gegen Stierkämpfe in Spanien, Frankreich und Portugal
Am 23 Juni trat in Genf der Internationale Gerichtshof der Tierrechte statt. Hauptangeklagte waren wegen aktiver Unterstützung von Stierkämpfen die Präsidenten bzw. Regierungschefs von Frankreich, Spanien und Portugal. Caroline Waggershauser von der katalanischen Antistierkampforganisation PACMA berichtete darüber ausführlich: http://www.sos-galgos.net/2008-07-04/caroline-waggershauser-pacma-berichtet-vom-stierkampfprozess-in-genf.html#more-1846
Lesen Sie hier alle Anklagen, Zeugenaussagen, Expertenberichte und das ergangene Urteil: http://www.ffw.ch/files/Corrida%202008/de_urteil.pdf 

02.08.2008

Provence: Auftritt eines 10jährigen Torerolehrling verboten
Michlito, ein zehnjähriger Franco-mexikanischer Torerolehrling, ist mit 60 Stieren auf dem Gewissen in den mexikanischen Stierkampfarenen schon ein großer Star. Seine Eltern verdienen mit ihm ein Heidengeld, wenn er wie ein erwachsener Torero heranwachsende Stiere tötet. Um ihm in Frankreich ein Entrée zu verschaffen, sollte er nun in dem kleinen Ort Fontvieille in der Provence mit anderen französischen Toreroschülern bei einer becerrada auftreten. So wird diese Art von Stierkämpfen genannt, bei denen Jugendliche es mit Kälbern aufnehmen und bei denen es Kindern unter 14 Jahren nicht erlaubt ist, die Tiere zu töten. Da anzunehmen war, dass Michlitos Eltern an keiner Benefizveranstaltung interessiert waren und das Publikum für den Kinderstierkampf zahlen musste, bestand der Verdacht, dass der Auftritt des Toreroknirps gegen das französische Arbeitsrecht verstieß, welches Minderjährigen berufliche Tätigkeiten untersagt. Die französische Alliance Anticorrida erstattete daraufhin Anzeige und der Bürgermeister des Ortes verbot vorsorglich aber widerwillig den angekündigten Kinderstierkampf. Ein Gericht wird diesen Fall untersuchen. Trotzdem soll Michlito nun in der Arena von Arles, dessen Bürgermeister nicht gewillt ist, einzuknicken, auftreten. Man will es in Arles auf einen Präzedenzfall ankommen lassen.
Quellen: Diverse Artikel in internationalen Medien, u.a. vom Spiegel mit Fotos: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,569746,00.html

02.08.2008

Bayonne: Kinospot gegen Stierkampf zensiert
Nicht lange dauerte die Vorführung eines Kurzvideos gegen den Stierkampf in den Kinosälen der Stierkampfstadt Bayonne in Südwestfrankreich. Der Kinoeigentümer ließ die Vorführung kurzfristig abbrechen.. Wahrscheinlich merkte er erst auf Wink von höherer Stelle, um welchen Inhalt es sich handelt. Der 25 Sekunden lange Clip, der von der FLAC Fédération des Luttes pour l’Abolition des Corridas herausgegeben wurde, zeigt einen verendenden Stier mit dem Kommentar „mit der FLAC, verweigern Sie Stierkämpfe in Ihrer Stadt, Corrida basta“.
Schon im letzten Jahr wurde in Frankreich ein Fernsehspot, der gegen den Stierkampf gerichtet war, aus dem Programm genommen. Beide male wurde die Zensur mit der Gewalttätigkeit der gezeigten Szenen begründet. Es ist bezeichnend, dass den Stierkämpfern die Gewalttätigkeit, die sie selbst produzieren, stört.
Das Video können Sie hier sehen: http://www.univers-nature.com/inf/inf_actualite1.cgi?id=3278 Die FLAC wird sich nicht mit der Zensur abfinden und den Spot in anderen Städten zeigen.

31.07.2008

Irregeleitet: Armani und Jean Nouvel schaffen für Stiermörder
"Der italienische Modeschöpfer Giorgio Armani macht scheinbar einmal Pause von der Haute Couture und widmet sich weniger feinen Angelegenheiten: Armani hat für den "goyesca" Stierkampf von Ronda (Südspanien), bei dem aus der Goya-Epoche inspirierte Kleidung getragen wird, einen traditionellen Toreroanzug kreiert." So berichtet die Kleine Zeitung aus Österreich:
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/leute/1433073/index.do
Auch die Bild-Zeitung schreibt über den irregeleiteten Modeschöpfer und lädt darüber zur Abstimmung ein: "Mode für Stierkämpfer – ist das ok?" Unbedingt teilnehmen!
http://www.bild.de/BILD/lifestyle/mode-beauty/mode/2008/07/giorgio-armani-entwirft/kostuem-fuer-stierkaempfer-cayetano-rivera-ordonez.html
Auch der französische Star-Architekt  Jean Nouvel beglückt die Stierkampfwelt mit seinen Werken. Für die Corrida in Nîmes am 20. September hat er ein Plakat für den Stiertöter Sébastian Castella, der dort 6 Stiere zu Tode quälen darf, entworfen.
Quelle (fr):http://afp.google.com/article/ALeqM5iov9375sCM6VGXfIgczqnvuabhWw

31.07.2008

 Stierkampf-Hoch über Frankreich
Nachdem die französische Regierung im Frühjahr versprochen hatte, sich der Sorgen der Stierkampfgegner anzunehmen und unter der Obhut des Landwirtschaftsmininister eine Arbeitsgruppe mit dem ambitiösen Titel "Tier und Gesellschaft" zu schaffen, schöpften die französischen Tierschutzorganisationen Hoffnung, dass der Einfluss der Stierkämpfer in der französischen Gesellschaft zurückgedrängt wird. Schon die Einführung des wichtigen Begriffes "empfindliches Tier" in das französische Rechtssystem war in der Arbeitsgruppe heiß umstritten und wurde schließlich verworfen, um nicht dem Tierschutz in der Landwirtschaft Tür und Tor zu öffnen.
Zwei Hauptanliegen der Stierkampfgegner,  Jugendlichen den Besuch von Arenen zu verbieten und Werbung für Stierkämpfe in Schulen zu untersagen, wurden ebenfalls in der Arbeitsgruppe zerredet. Der Versuch des Landwirtschaftsministeriums, einen Konsens zu erreichen, musste angesichts der gegensätzlichen Ansichten scheitern. Die mächtige Agrarlobby sorgte dafür, dass den Tierschützern keine Konzessionen gemacht werden, um nicht bei anderen umstrittenen Themen (Stopfleber, Käfighaltung etc.) zu präjudizieren. Beim Thema Werbung für Stierkämpfe in Schulen konnte die Stierkampflobby sogar einen Sieg verzeichnen. Während es vorher dafür keine Richtlinien gab, soll nun in den Schulen eine sachliche Gegenüberstellung  beider Standpunkte möglich sein. Die Stierkampflobby wird diese Gelegenheit ausgiebig nutzen.
Quelle (fr): http://www.animaletsociete.com/presentation

27.06.2008

 Kolumbien: Stierkampfarena bricht zusammen
In der kolumbianischen Stadt Planadas ist eine Tribüne einer mobilen Stierkampfarena zusammengebrochen. Es brach eine Panik aus, zumal die betroffenen Zuschauer befürchteten, von dem frei gelassenen Stier  angegriffen zu werden. Dieser war keineswegs aggressiv. Erst als er eingefangen wurde, wehrte er sich dagegen.
Bei diesem Zusammenbruch wurden mehrere Personen verletzt. 80 Leute wurden ins Krankenhaus eingeliefert und 18 Personen, darunter 2 Kinder, erlitten Knochenbrüche.
Erste Untersuchungen ergaben, dass mehr Personen als erlaubt auf die Tribüne gelassen wurden.
Hier sehen Sie ein Video von dem Unfall:  http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/7521034.stm

26.06.2008

 Basauri: Erste Anticorrida-Stadt im spanischen Bakenland
Der Stadtrat der baskischen Stadt Basauri (45000 Einwohner) hat alle Veranstaltung in seiner Stadt verboten, bei denen Tiere misshandelt und erniedrigt werden. Zugleich erklärte sich die Stadt gegen den Stierkampf und bezeichnet sich nunmehr als tierfreundliche Stadt. Damit ist Basauri der Vorreiter und Vorbild für andere Städte im Baskenland geworden. Weiterhin fordert der Stadtrat die baskische Regierung auf, die geltenden Tierschutzgesetze strikt anzuwenden.
Gratulieren Sie bitte dem Bürgermeister von Basauri Loly de Juan für diese Erklärung: oiac@basauri.net
Eine Musterbrief können Sie bei http://www.flac-aquitania.org/article-21330079.html kopieren.
Basauri ist damit die 48. Stadt in Spanien, die sich ausdrücklich gegen den Stierkampf wendet. Eine Liste alle Anticorridastädte finden Sie bei http://www.stop-corrida.info/3.9.antistaedte.htm .

Weitere Berichte sind in Arbeit.

 

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