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Der Stierkampf als
IMMATERIELLES KULTURERBE der UNESCO? Das ist kein Hirngespinst! Die Stierkampflobby versucht mit aller Macht, den Stierkampf unter den Schutz der UNESCO zu stellen. Damit wird der Stiermord in den Arenen verewigt und ihn abzuschaffen, als Verstoß gegen völkerrechtliche Verträge betrachtet. Mit diesem Dossier berichten wir laufend über Fakten und die Entwicklung dieser Affäre, die zu größter Sorge veranlasst. Wir bitten Sie, diese Informationen weiterzuleiten, um zu verhindern, dass die blutige KULTURSCHANDE des Stierkampfs von der UNESCO zum WELTKULTURERBE geadelt wird. |
Schon seit mehreren Jahren arbeitet die Stierkampflobby an dem Ziel, den Stierkampf als Immaterielles Weltkulturerbe unter den Schutz der UNESCO stellen zu lassen. “Proyecto Tauromaquia de la UNESCO”, so nennen sie das Projekt, mit dem sie für eine der entsetzlichsten Tierquälereien das Gütesiegel der UNESCO erschleichen wollen, um dann ungehindert und für ewig in den Stierkampfarenen weiterhin Stiere zu Tode quälen zu können. Fieberhaft arbeiten die Stierkampforganisationen aus der ganzen Welt an diesem unheilvollen Projekt und sind kurz davor, bei der UNESCO den Antrag für die Aufnahme in die Liste der schützenswerten immateriellen Kulturgüter zu stellen. Die Stimmen, die sich gegen die Barbarei in den Stierkampfarenen wenden, werden lauter und zahlreicher. Immer mehr Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens - darunter der Dalai Lama - verlangen, die Stierquälerei abzuschaffen. Weltweit haben sich mehr als 80 Städte gegen den Stierkampf und das grausame Spektakel in ihren Mauern als unerwünscht erklärt. Die katalonische Hauptstadt Barcelona ist eine von ihnen. In Katalonien wird bald das regionale Parlament über das Verbot des Stierkampfs entscheiden, nachdem 180.169 Bürgerinnen und Bürger in einem offiziellen Referendum das Parlament dazu aufgefordert haben. Verständlich, dass im Stierkampfmilieu Panik ausbricht. Die Stierquäler fürchten vor allem, dass die mit dem Stierkampf verbundenen Einnahmequellen, einschließlich staatlicher Subventionen, versiegen könnten. Denn die Tauromachie, wie sie verharmlosend ihre schreckliche Leidenschaft nennen, ist ein knallhartes Geschäft. Allein in Spanien beläuft sich der Jahresumsatz der Schreckensbranche auf schätzungsweise 1,5 Milliarden Euro und etwa 70.000 Arbeitsplätze sind von dem blutigen Spektakel abhängig. Die Stierkampflobby hat sich in einer internationalen Organisation, der Asociacion Internacional deTauromaquia (AIT) , weltweit zusammengeschlossen: Spanien, Frankreich, Portugal, Mexiko, Kolumbien, Peru, Venezuela und Ecuador arbeiten gemeinsam an der Verwirklichung des UNESCO-Projekt. Erst kürzlich, bei einem internationalen Treffen am 6. Juni in Madrid, sagte der mächtige spanische Stierkampf-Dachverband Mesa del Toro ebenfalls seine uneingeschränkte Unterstützung zu. Dieser Lobbyverband ist so einflussreich, dass ihm im Juni 2008 gestattet wurde, im Europäischen Parlament für die Kulturschande des Stierkampfs bei den Abgeordneten zu werben. Dieser unverfrorenen Propaganda wurde mit einer Gegenveranstaltung von Stierkampfgegnern mit internationaler Beteiligung vor dem Parlament begegnet. Leise und stetig, von vielen kaum bemerkt, nähert sich die Stierkampflobby ihrem Ziel. Mit ihrem unheimlichen Einfluss und ihren politischen Beziehungen schufen sie ein Netzwerk, mit dem sie ihr Ziel verwirklichen wollen. Sie feiern sich schon als Gewinner und treten dementsprechend zuversichtlich in der Öffentlichkeit auf. Auch Venezuela Taurina gibt sich sehr optimistisch und geht davon aus, dass die Stierkampfkultur von der UNESCO in Paris anerkannt wird. Der Kopf allen Übels ist der Rechtsanwalt Williams Cárdenas Rubio, Präsident der Asociación Internacional de Tauromaquia , der das Proyecto Tauromaquia de la UNESCO ins Leben gerufen hat. Er rechtfertigt das Projekt u.a. damit, dass sich die so genannte Stierkämpferkunst im Laufe von Jahrhunderten entwickelt hat, fester Bestandteil des kulturellen, sozialen und politischen Lebens sei und sich im künstlerischen und intellektuellen Leben widerspiegeln würde. Ebenso gefährlich ist die Asociación Taurina Parlamentaria (ATP), eine Organisation spanischen Ursprungs, in der sich Abgeordnete zusammengetan haben, um den Stierkampf in den Parlamenten aller Ebenen zu verteidigen. Erst kürzlich hat der Sprecher der rechten Parti Popular im Senat Pio Garcia Escudero lautstark gefordert, die fiesta taurina durch Erklärung zum Weltkulturerbe der UNESCO zu erhalten. Neben der Asociación Taurina Parlamentaria spielt die Junta de Andalucia, die andalusische Landesregierung, eine dominierende Rolle, die sich ebenfalls mit aller Macht für das UNESCO-Projekt einsetzt. Mit im Boot sitzt auch die Unión Latina, der 37 Staaten angehören, in denen Sprachen lateinischen Ursprungs gesprochen werden und die sich die Erhaltung des „allgemeinen Erbes“ auf die Fahnen geschrieben hat. Im April wurde von der Unión Latina in Zusammenarbeit mit der Junta de Andalucía ein Kolloquium mit dem Thema LA FIESTA DE LOS TOROS: UN PATRIMONIO INMATERIAL COMPARTIDO veranstaltet, zu dem zahlreiche gewichtige Stierkampflobbyisten zusammenkamen. Ein Schwergewicht dieser Gruppe ist
Francisco Javier López Morales. Er war von 1995
bis1999 Berater des UNESCO Welterbe-Komitees für die
mexikanische Regierung. Derzeit ist er Vize-Präsident von
ICOMOS
International,
einer Organisation, die nach eigenen Worten „eine vitale
Rolle bei der Beratung der UNESCO für die Aufnahme
von Projekten in die Liste des Weltkulturerbes spielt“.
Weiterhin ist er Direktor des Weltkulturerbes im
Nationalen
Institut für Anthropologie und Geschichte
seines Landes und Vertreter Mexikos
beim Zwischenstaatlichen
Ausschuss für den Schutz des immateriellen Kulturerbes der
UNESCO . Fazit: Die Aktivitäten der Stierkampflobby geben zu großer Sorge Anlass, dass Tierquälerei in Form des Stierkampfs das erste Mal weltweit unter den Schutz der UNESCO gestellt wird. Die Stierkampfanhänger haben ihr Projekt planvoll und gezielt vorbereitet und mit ihren haltlosen Argumenten die UNESCO infiltriert. Ihr Optimismus ist alarmierend und zeigt, dass sie sicher sind, ihr Ziel zu erreichen. Wir als Tierfreunde, Tierschützer, Tierrechtler oder einfach nur als Menschen mit Verantwortungsgefühl für unsere Mitkreaturen sollten nicht zulassen, dass die Barbarei des Stierkampfs für ewig als Immaterielles Weltkulturerbe festgeschrieben wird und es dadurch unmöglich wird, den in den Arenen gequälten Tieren ihr grausames Los zu ersparen. Redaktion: Martina Szyszka, Anke und Karl Daerner – unter Verwendung der Recherche, die dem Artikel Die Tauromachie klopft an die Tür der UNESCO von SOS Galgos zugrunde liegt.
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03.02.2012 Dies verkündete der neue Kulturminister José Ignacio Wert bei der Vorstellung seiner neuen Kulturrichtlinien, schreibt die spanische Zeitung Público. Lesen Sie bitte weiter bei tierschutznews.ch Frankreich erklärt Stierkampf zum Immateriellen Kulturerbe 23.04.2011 Das französische Kultusministerium hat den Stierkampf zum nationalen Immateriellen Kulturerbe erklärt. Damit ist Frankreich das erste Land in der Welt, das Tierquälerei zu seinem Kulturerbe erklärt. Die Regierung unter Präsident Sarkozy versucht damit wieder einmal vor der Wahl im nächsten Jahr, dem extrem-konservativen Wählerpotential zu gefallen und stößt damit der überwältigenden Mehrheit der Franzosen, die den Meuchelmord in den Arenen ablehnen, vor den Kopf. Die nationale Anerkennung des Stierkampfs ist eine wesentliche Etappe auf dem Weg zur Aufnahme in das Register des Immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO, denn die UNESCO verleiht ihre Auszeichnungen nur, wenn ein Land ebenfalls bereit ist, die Anerkennung vorzunehmen. Lesen Sie bitte weiter. Anticorrida-Plattform fordert UNESCO auf, die Meinung von Tierschützern zu berücksichtigen 23.03.2011 Die Präsidentin der internationalen Tierrechtsplattform LA TORTURA NO ES CULTURA Marta Esteban hat an Cecile Duvelle, Leiterin der Abteilung Immaterielles Weltkulturerbe der UNESCO, die Forderung erhoben, auch die Meinung derjenigen zu berücksichtigen, die die Folter eines Tieres zu reinen Unterhaltungszwecken nicht akzeptieren, zu berücksichtigen. Sie fordert die UNESCO auf, die Plattform LA TORTURA NO ES CULTURA als Berater zu hinzuzuziehen, zu deren Mitgliedern erfahrene Veterinäre, Juristen, Soziologen und Journalisten zählen. Lesen Sie bitte hier weiter und unterzeichnen Sie eine Petition, die diese Forderung unterstützt. Die Kampagne, den Stierkampf in ganz Spanien zum Kulturgut zu erklären, hat begonnen 26.01.2011 Die Stierkampffanatiker arbeiten weiterhin unerbittlich an den Plänen, das blutige Stiergemetzel in ganz Spanien zum nationalen Kulturgut zu erklären, um danach die beschönigend als Tauromachie (Stierkämpferkunst) bezeichnete Kulturschande als Immaterielles Kulturerbe unter den Schutz der UNESCO stellen zu lassen. Der Stierkampfverband von Katalonien beabsichtigt eine dahin Bürgerinitiave zu lanzieren, mit der das spanische Parlament verpflichtet wird, über den Schutz des Stierkampfs abzustimmen. 500.000 Unterschriften werden dafür benötigt, die in den nächsten 9 Monaten gesammelt werden müssen, damit sich das Parlament sich damit beschäftigt. Eine erste finanzielle Unterstützung der Initiative in Höhe von 50 000 € haben die Initiatoren schon bekommen. Weitere Infos: sos-galgos.net Spanien bereitet für Corrida UNESCO-Registrierung vor 23.11.2010 *Die spanische Regierung stellt Geld bereit, um die Konvention für die Bewahrung des Immateriellen Kulturerbes zu unterstützen. *In diesem Jahr ist Spanien Mitglied des “Intergovernmental Committee for the Safeguarding of Intangible Cultural Heritage” geworden. Es ist große Wachsamkeit geboten, denn am 31. März 211 ist der Abgabeschluss für Anträge zum Eintrag als UNESCO-Weltkulturerbe . Die Angst der Stierschlächter vor dem Aus und ihre Offensive 08.11.2010 Das Interesse der spanischen Bevölkerung am Stierkampf sinkt, Stiergemetzel als Kulturgut wird mehr und mehr hinterfragt, nicht nur zahlreiche, nicht von der Stierkampflobby untergrabene spanische Tageszeitungen werfen einen kritischer Blick auf das Treiben der Taurinos, europaweit schaut man mit Argwohn auf das brutale Töten von Stieren unter dem Deckmantel von Kultur und Tradition. Während des II Congreso de la AsociaciónNacional de Presidentes de Plazas de Toros de España, der am 20. und 21. Oktober in Sevilla tagte und bei dem die wichtigsten Vertreter und Lobbyisten der Stierkampfindustrie vertreten waren, wurde entschieden, Einigkeit gegenüber den Attacken gegen die Stierkampf-Kultur zu zeigen, die Vereinheitlichung aller autonomen Vorschriften bezüglich der Stierspektakel zu fordern und den Stierkampf in allen autonomen Regionen Spaniens dem Ministerium für Kultur zu unterstellen um ihn so leichter als Immaterielles Kulturgut unter den Schutz der UNESCO zu stellen. sos-galgos.net Spanien:
Senat lehnt Antrag auf Schutz von Stierkämpfen ab
08.10.2010 Die Stierkampflobby führte mit dem spanischen Innenminister Gespräche, um die Zuständigkeit für die Corrida an das Kultusministerium zu übertragen. Dieses wäre nicht nur ein weiterer Schritt zur Vorbereitung der Eintragung als UNESCO-Kulturerbe, sondern auch zur Begünstigung der Stierquälerei mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 8% anstatt von bisher 18%. Die Differenz betrüge 100 Millionen Euro! Quelle: Französische Stierkampfwebseite torofiesta Antragstellung für Weltkulturerbe - Bald abgeschlossen? Der Verband der spanischen Stierkampfveranstalter bereitet den Antrag vor, den Stierkampf unter den Schutz der UNESCO zu stellen. Im Oktober wird es so weit sein, das fertige Projekt der Weltorganisation zu unterbreiten. Zur Unterstützung dieses Antrags bittet der Verband der spanischen Reisebüros die spanische Regierung und alle politischen Parteien, den Stierkampf zum „Kulturgut“ zu erklären, da er für Spanien ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor ist. Meldung von www.mundotoro.com
29.07.2010 VGT bittet die Kultur- und Bildungsorganisation der Vereinten Nationen um Klarheit über ihre Position. http://www.vgt.at |
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