Vom Pranger befreit

Massive Proteste aufmerksamer Besucher unserer Webseite haben zum gewünschten Erfolg geführt. Die an den Pranger Gestellten sahen mehr oder weniger zögerlich ihren Irrtum ein, mit dem Leid gequälter Tiere Geschäfte zu machen und versprachen Besserung. Wir werden die Geläuterten weiterhin beobachten, um sie an ihren Taten zu messen und Rückfälle erneut an den Pranger zu stellen.

Langenscheidt: Werbung mit Stierkampf unerwünscht

T-Online als Vertriebspartner von Langenscheidt ließ sich etwas ganz besonderes einfallen und schmückte die Werbung für Langenscheidts Vokabeltrainer ohne Abstimmung mit Langenscheidt mit einem Stierkampfbild. Auf der Originalverpackung des Vokabeltrainers ist nichts vom Stierkampf zu entdecken. Auf das Bild aufmerksam gemacht, reagierte Langenscheidt sofort und forderte T-Online auf, das beanstandete Motiv zu ändern. 

Rechts sehen Sie die Werbung von T-Online, die nun verschwunden ist und einem friedfertigeren Bild Platz gemacht hat.

ALDI: "Feines nach spanischer Art"

Der Discounter Aldi Süd bot in der Woche von 21. Mai mit einer Werbebroschüre in seinen Filialen "Feines nach spanischer Art" an und "zierte" fünf verschiedene Produkte mit dem Bild eines Toreros, der sich noch nicht mit Blut besudelt hatte. Mit der blutigen und brutalen Realität des Stierkampfs, mit dem Bild eines blutverschmierten Toreros, lässt sich auch schlecht für Produkte werben. 

Aldis Kundschaft nahm die Werbung mit dem Stierkampf nicht hin. Zahlreiche Proteste bewirkten, dass Aldi  künftig keine Stierkampfbilder mehr für die Verpackung seiner Produkte verwenden will. Lesen bitte im Folgenden die Antworten des Discounters:

Aldi: "Wir bedauern, wenn wir mit dem Gestaltungselement „Torero“ bei Ihnen den Eindruck erweckt haben sollten, die reale spanische Tradition des Stierkampfes aktiv zu unterstützen. Die verantwortlichen Grafiker haben den Text lediglich mit Hilfe von so genannten Piktogrammen (kleinen Symboldarstellungen) strukturiert. Dabei haben sie verständlicherweise auf traditionelle und beliebte Motive zurückgegriffen, mit denen die spanische Kultur international identifiziert wird.
Es tut uns leid, wenn wir unbeabsichtigt Gefühle verletzt haben sollten. Ihr Hinweis ist uns eine Anregung, in Zukunft die Gestaltung unserer Medien umsichtiger zu überprüfen." 

Kommentar: Selbst in Spanien ist der Stierkampf keineswegs beliebt  und wird von der Mehrheit der spanischen Bevölkerung abgelehnt. 

Air Lingus nimmt Abstand von Stierkämpfen

Aufgrund von Protesten von Irish Council Against Blood Sports erklärte Air Lingus sein Bedauern darüber, dass in Werbe-Emails der Stierkampf als touristische Attraktion angepriesen wurde. Ein Sprecherin der Fluglinie erklärte im Auftrag der Geschäftsleitung von Air Lingus, dass bei künftigen Werbeaktionen Stierkämpfe nicht mehr vorkommen, und bedauerte, dass damit Kunden verärgert wurden.
Wenn Sie Air Lingus für seine Reaktion danken möchten, rufen bitte die Homepage auf
http://www.aerlingus.com/cgi-bin/obel01im1/bookonline/index.jsp
und klicken Sie nacheinander Hilfe/Help Inquiry/Other, um damit das Kontaktformular zu öffnen.
Quelle: http://www.banbloodsports.com/ln-0703o.htm

Das Beispiel von Air Lingus zeigt, dass die Reisebranche nicht auf Grausamkeiten in den Stierkampfarenen angewiesen ist, um für Reiseziele zu werben. Die meisten Touristen reisen in den Süden, um dort Sonne zu tanken. Höchstens aus Neugier besuchen sie Stierkämpfe und verlassen schon vor dem traurigen Ende die Folterstätten. Nur wenige geben ihren perversen Gelüsten nach und lassen sich von den archaischen Zeremonien der Stiertöter, die über das Gemetzel an den Stieren hinwegtäuschen sollen, beeindrucken. Helfen Sie mit, in Ihrem Umkreis vor Stierkämpfen zu warnen!

British Airways warb für Stierkämpfe

Zahlreiche Protestbriefe veranlassten British Airways, zahlreiche Reisetipps für den Besuch von Stierkämpfen  werbenden Artikel über die Stierhatz von Tordesillas aus seiner Webseite zu entfernen.  

Die Bewunderung des Sprachmagazins écoute für einen Torero wird bedauert

In der Juni-Ausgabe des französischen Sprachmagazins Écoute fanden wir einen Artikel über den französischen Torero Sébastian Castella mit dem Titel "König der Muleta". In dem Artikel wird beschrieben wie der Stierkämpfer "mit Eleganz die Gefahr und den Tod herausfordert". Die Zeitschrift verliert kein kritisches Wort gegenüber der fürchterlichen spanischen Importware, die immer mehr in Frankreich blutigen Boden gewinnt. Ein Leser war mit dieser einseitigen Darstellung nicht zufrieden und schrieb an die Redaktion: "Wie enttäuschend, dass Sie in der Juniausgabe ausgerechnet einem Stierkämpfer einen Beitrag widmen, ohne jegliche Kritik an diesem widerwärtigen „Beruf“. Ich kann nicht verstehen, was in einem Wesen (Mensch?) vorgeht, das Freude bei einer abartigen Tierquälerei empfindet. Ich wünsche jedenfalls von ganzem Herzen, dass dieses Ritual so schnell wie möglich der Vergangenheit angehört, dass Herr Castella auf die Hörner genommen wird und seine Berufsgenossen auch. Vielleicht können sie ja in einer der nächsten Ecoute-Ausgaben eine (n) Tierschützer/In vorstellen. Die gibt es ja zum Glück auch noch."

Die Redaktion erwiderte im August-Heft den Leserbrief:: "Der Stierkampf wird schon seit langem in Südfrankreich ausgeübt und ist so Teil der französischen Traditionen." Dann wurde  ausweichend noch auf das Beispiel der Gänsestopfleber hingewiesen, die auch eine Tradition in Frankreich hat und dass dieses Thema in Écoute eine lebhafte Debatte auslöste. Schließlich endet der Antwortbrief  damit, dass der Stierkampf "seine Anhänger in Frankreich hat, aber auch verbissene Feinde".

Aufgrund von vielen Potesten bedauerte der Chefredakteur des Sprachmagazins écoute die Veröffentlichung des Artikels über den französischen Stiertöter  Sébastian Castella und schrieb, dass ihm der Artikel durch die Lappen gegangen sei und verspricht, dass es nicht wieder vorkommt.

Wir hoffen, dass die Zeitschrift nun bald auch ihre Leser über den Schandfleck der Kulturnation Frankreich, den Stierkampf,  informiert.

 

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26.02.2008