wirbt Ryanair nicht mehr für Stierkampf ? 

Im seinem Bordmagazin No.11 vom Juli 2006 warb der Billigflieger Ryanair mit einem großen Aufmacher auf der Titelseite für das Stierrennen in Pamplona und animierte in einem Artikel seine Fluggäste, zu dem widerlichen Spektakel nach Spanien zu fliegen. Unseren Schriftwechsel, den wir daraufhin mit Ryanair führten, können Sie hier lesen.

Deshalb können wir kaum glauben, dass der neue Herausgeber des Ryanair Magazins Ink Publishing dem Irish Council Against Blood Sports (ICABS) gegenüber beteuerte, dass Stierkampfthemen nicht mehr in dem Bordmagazin des Billigfliegers erscheinen werden. Im letzten Jahr prangerten wir noch die "Einladung" des Magazins an, nach Pamplona zum Stierrennen zu fliegen. Verbissen verteidigte damals die Redaktion ihre Position und war nicht bereit einzusehen, dass dieses Stierrennen schlimme Tierquälerei ist.

Hoffentlich kann der neue Herausgeber sein Versprechen halten und folgt nicht eines Tages der zwielichtigen Einstellung des Ryanair-Chefs Michael O'Leary, der sich selbst gern als Torero sieht. O'Leary zeigte sich bei einer Pressekonferenz in Madrid, bei der neue Fugrouten nach Spanien vorgestellt wurden, im Kostüm eines Matadors. Ein Jahr vorher erklärte er nach heftigen Protesten von ICABS aufgrund des Artikels im Ryanair-Magazin, dass er Stierkämpfe "langweilig und witzlos" findet , aber "das Recht von Leuten, zu Stierkämpfen zu gehen, respektiert." Das Geschäft ist ihm also wichtiger als der Schutz der gequälten Stiere.

Die Werbepraktiken von Ryanair werden wir weiterhin genau beobachten und bei Rückfällen an den Pranger stellen.  

 29.12.2007   

 

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30.09.2007