
Skandal!
Skandal! Skandal!
UNICEF-Label "Kinderfreundliche Stadt" für Stierkampfstadt Arles
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Wer
kennt nicht die Bilder, mit denen Van Gogh vor etwa 120 Jahren die
südfranzösische Stadt Arles
Arles
ist eine Hochburg des Stierkampfs
in Frankreich, der
sogar spanische aficionados, wie die
Damit dem Stierkampf der Nachwuchs nicht ausgeht, kümmert sich Monsieur Schiavetti intensiv um die Nachwuchs-Förderung. Arles ist besonders stolz auf seine Stierkampfschule, aus der schon so mancher berühmte torero hervorging. Die Schule ist zwar keine städtische Institution, wird aber von der Stadt subventioniert und durch die kostenlose Überlassung einer Übungsarena unterstützt. Schon Zehnjährige dürfen an den Folterlehrgängen der Schule teilnehmen und das Töten an harmlosen jungen Rindern üben. Stellen Sie sich besser nicht vor, was bei diesen Übungsstunden passiert. Eltern und Bürger der Stadt können sich bisweilen an dem Fortschritt der Folterlehrlinge bei öffentlichen Darbietungen, becerradas genannt, überzeugen.
Die
Stadtväter von Arles vernachlässigen natürlich nicht die Kinder
und Jugendlichen, die nicht aktiv an der Ausübung des
Sind dieses die Voraussetzungen, die die UNICEF bewegt haben, die Stierkampfstadt Arles in diesem Jahr als "kinderfreundliche Stadt" anzuerkennen? Eine Stadt, die das blutige Gemetzel an Tieren in seinen Mauern duldet, sogar fördert und dabei noch Kinder und Jugendliche zu dem kriminellen Geschehen verführt, ist nicht für das Label der UNICEF würdig.
Die französischen Stierkampfgegner warnten bereits 2005 das französische Komitee, das Label "Kinderfreundliche Stadt" an die Stadt Arles zu vergeben. Leider zeigte sich das Gremium, das aus UNICEF und dem Verband französischer Bürgermeister besteht, uneinsichtig. Kein Wunder, denn die Mehrheit der französischen Bürgermeister sind aficionados !
Die Kinderrechtskonvention der UNO fordert, "dem Kind Achtung vor der natürlichen Umwelt zu vermitteln". Frankreich, das dieses Vertragswerk unterzeichnet hat, kümmert sich nicht im Geringsten um seine Verpflichtung, und die UNICEF macht sich zum Komplizen!
Wir fordern Sie auf, massiv bei der UNICEF France und dem französischen Vergabekomitee zu protestieren. Auch gegenüber der UNICEF-Zentrale in New York und den UNICEF-Komitees * Ihres Landes bitten wir Sie, Ihr Befremden hinsichtlich der Vergabepraxis des französischen Komitees auszudrücken.
Die Stadt Arles ist übrigens mit der hessischen Bischofsstadt Fulda partnerschaftlich verbunden. Die Bürger von Fulda möchten wir bitten, ihre Kontakte zu den Partnern in Arles zu nutzen, um ihr Missfallen über den Stierkampf und dessen negativen Einfluss auf die Jugend zu äußern.
Die Zeitung "La Provence" berichtete, dass anlässlich der Unterzeichnung der Konvention "Arles - Kinderfreundliche Stadt" am 28.11.2006 Stierkampfgegner vor dem Rathaus von Arles demonstrierten. Die Präsidentin von UNICEF Madame Bescombes erklärte dazu, dass sie sich nicht in die internen Angelegenheiten der Stadt einmischen möchte und sich eher um die 30000 Kinder sorgt, die jeden Tag in der Welt sterben. Kommentar: Die Verleihung des Labels an eine Stierkampfstadt hat einzig und allein die UNICEF zu verantworten!!! Die Präsidentin sollte sich Zeit und Kosten einer zweifelhaften Auszeichnung sparen und ihre volle Kraft den vernachlässigten Kindern in der Welt widmen.
Informationen in französischer Sprache: |
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01.12.2006