Betriebsunfall bei Corrida-Übung

Kaum ist die blutige Saison der Stierkämpfe im Süden Frankreichs beendet, rüstet die Corrida-Mafia schon für neue grausame Ereignisse. In Montpellier, der bisher noch nicht vom Stierkampf-Virus infizierten Hauptstadt des Languedoc-Roussillion, fand Ende September 2003 eine besonders perverse Demonstration der Tierquälerei statt. Nachwuchs-Toreros der Stierkampf-Schule von Arles sollten in einer Corrida-Simulation mit Kälbern vorführen, wie sie den Stierkampf "beherrschen" und zeigen, wie sie mit dem roten Tuch die arglosen Tiere reizen und in höchste Wut versetzen können. Die Demonstration sollte unblutig vonstatten gehen, doch das ging voll daneben!

Im Laufe der Demonstration stellte sich einer der Torero-Lehrlinge "mutig" hinter eine Holzbarriere und reizte mit dem roten Tuch eine junge Kuh so sehr, dass sie einige Minuten lang mit den Hörner wütend in die dahinter verborgene Holzwand stieß. Das arme Tier verletzte dabei ein Horn so schlimm, dass das Innere aus einem mehrere Zentimeter langen Spalt herausquoll und das Blut in den Sand tropfte. Vor Schmerz zitterte das Opfer am ganzen Leibe!

Die Leiterin des Tierschutzvereins von Montpellier war Zeugin des Ereignisses und filmte die grausame Szene. Sie intervenierte beim Leiter der Veranstaltung und forderte ihn auf, sofort einen Tierarzt zu rufen. Mit zynischen Worten lehnte dieser die Forderung ab. Bei dieser Gelegenheit sah sie, wie das verletzte Tier brutal auf den Lastwagen getrieben und  das nächste Kalb mit einem Dreispitz brutal in die nächsten Runde gezwungen wurde. Sie rief die Polizei, um gegen die Tierquälerei einzuschreiten, doch vergeblich!!!  Die Polizei weigerte sich einzugreifen. Daraufhin erstattete die Leiterin des Tierschutzvereines Anzeige beim Staatsanwalt und fügte ein Video als Beweismaterial bei.

Wir dürfen uns nicht vor Augen führen, was passiert, wenn die Corrida-Schüler in ihren Übungsstunden unter Ausschluss der Öffentlichkeit am lebenden "Objekt" den Todesstoss üben. In fünf Stierkampfschulen  Südfrankreichs werden Jugendliche auf das Foltern und Töten in den Arenen vorbereitet. So wird in Frankreich die Jugendarbeitslosigkeit bekämpft!

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8.9.2007