
Jugendschutz : Präsident Sarkozy in der Zwickmühle
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Nicolas Sarkozy empfing am letzten Mittwoch, 26.September, im Elysée-Palast Vertreterinnen der französischen Tierschutzorganisation Société protectrice des Animaux. Caroline Lanty, Präsidentin dieser Organisation, wurde von der Eiskunstläuferin Surya Bonaly, die sich mit mehreren französischen Künstlern gegen den Stierkampf engagiert hat, begleitet. Die Delegation trug dem Präsidenten die Forderung vor, Jugendlichen unter 16 Jahren den Besuch von Stierkämpfen gesetzlich zu verwehren. Caroline Lanty verhehlte dem Präsident nicht, dass sie darüber hinaus die Abschaffung des Stierkampfs in Frankreich erwartet. Jetzt muss Nicolas Sarkozy entscheiden, denn er versprach Caroline Lanty, innerhalb von 15 Tagen die Forderung nach dem Schutz Jugendlicher zu beantworten. Er gab gegenüber Caroline Lanty zu, dass ihn diese Entscheidung in Verlegenheit bringt. Jetzt stellen sich ihm weitere delikate Fragen: Was wird mit den nachmittäglichen Fernsehübertragungen von Stierkämpfen, die Kindern zugänglich sind? Müssen bestimmte Videospiele, Filme und Fernsehübertragungen, die ebenso wie die Corrida zu traumatischen Störungen bei Kindern führen, verboten werden? Auch das Schicksal der vier Stierkampfschulen Frankreichs, in denen schon Kinder ab 10 Jahren im Stiertöten unterrichtet werden, dürfte dann besiegelt sein. Die Stierkämpfer sind in Panik geraten und ihre Empörung füllt die Spalten der ihnen wohl gesonnenen nationalen und südfranzösischen Presse. Nun behaupten sie, dass nur wenige Jugendliche Stierkämpfe besuchen und fordern, dass es den Eltern überlassen werden muss, darüber zu entscheiden. So fordern sie schon lange, dass jeder die Freiheit haben muss, Stierkämpfe zu besuchen oder nicht. Nur der Stier, der ahnungslos in die Arena gestoßen wird, hat keine andere Wahl! Unbekannt ist, ob der kleine Nicolas in seiner Kindheit durch Stierkampfszenen einen Schock erlitten hat. Wir wissen jedoch, dass er ein Anhänger dieser aus Spanien importierten Kulturschande ist. Unglaublich ist, dass er nicht wusste, dass auch in Frankreich bei Stierkämpfen Stiere getötet werden, wie er gegenüber Caroline Lanty zugab. Jugendpsychiatern, die ausnahmslos die Traumatisierung von Kindern durch Stierkämpfe konstatieren, sollte die Frage gestellt werden, welche Umstände die Gedächtnislücke des französischen Präsidenten verursacht haben. Quellen: |
30.09.2007