
Stierquälerei als Urlaubsevent - NIEMALS!
Das Internetportal GMX warb für spanische Stierkampffeste und erregte damit Widerspruch:
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Sehr geehrte Damen und Herren, am 30.01. wurde auf ihrer Startseite unter dem Titel: "Events-Puppen verbrennen und mit Gemüse werfen - spanische Feste", massiv Werbung für den Besuch der Stierrennen in Pamplona und Fiestas mit Stierkampf gemacht. Ist ihnen nicht bekannt, dass die meisten Menschen, übrigens auch in den "Stierkampf" Ländern Spanien und Frankreich diese entsetzliche Tierquälerei ablehnen? Was ist empfehlenswert daran, einem Tier dabei zuzusehen, wie es zu Tode gemartert und öffentlich geschlachtet wird ? Welche Klientel möchten Sie denn mit Ihren Reisetipps ansprechen, den betrunkenen Pöbel, der sich in Pamplona mit Rotwein Fusel überschüttet und den panisch vor Angst um ihr Leben rennenden Stieren vor die Füße torkelt? Oder die Touristen, die falsch oder uninformiert eine Stierkampf Arena besuchen und denen vor Grauen schlecht wird, nach dem ersten Tier, das blutend und röchelnd im Sand stirbt, in den brechenden Augen die Frage an die mitleidlos johlende Menge: "was habe ich euch getan?" Ist Ihnen nicht bekannt, wie die Stiere auf die Kämpfe "vorbereitet werden? Man sägt ihnen die hoch empfindlichen Hörner stumpf um die Wahrnehmung zu stören, man traktiert sie tagelang mit Abführmitteln und Pfefferzäpfchen um sie zu schwächen, deshalb gibt es auch nichts zu trinken. Die Augen werden mit Vaseline verschmiert, die Nüstern mit Tampons verstopft, man schlägt sie mit Sandsäcken auf die Nieren und bevor sie in die Arena "dürfen" werden die Nackenmuskeln durchtrennt. Brauchtum? Tradition? Diese Tiermarter ? Bitte erklären Sie mir nicht, dass Stierkämpfe nun mal zur spanischen Tradition gehören, das ist nicht so. Im Mittelalter war diese Art der Volksbelustigung als zu grausam verboten. Erst General Franco hat sie wieder erlaubt. In Spanien, Portugal und Frankreich kämpfen Tierschutzorganisationen gegen die Corrida und haben dabei nach Umfragen mehr als 70% der dortigen Bevölkerung auf ihrer Seite. Es gibt mehrere Städte in Spanien, die sich zu "Stierkampf freien" Städten erklärt haben. Stierkämpfe sind keine spanische Folklore sondern ein finanziell äußerst lohnendes Geschäft. Reisetipps wie Ihre vom 30.01. mit malerischen Schilderungen von spanischen Festen und sehenswerten Kämpfen zwischen den ach sooo bösen Stieren und den ach sooo mutigen Toreros gehören mit zu den Hauptverantwortlichen dafür, dass Touristen die Corrida besuchen. Bitte überdenken Sie zukünftig ihre Reiseempfehlungen, Tierquälerei als Urlaubsevent - niemals! Freudenstadt, 4.Februar 2008 |
30.10.2008