
Stierkampf-Lexikon
Dieses Lexikon erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es werden nur die Begriffe aufgeführt, die in unseren Texten vorkommen und einer Erklärung bedürfen.
| abrivado | Stiere werden von berittenen Kuhhirten durch Strassen zur Arena gejagt. Zuschauer umsäumen die Strassen. Trotz Absperrungen kommt es manchmal zu tödlichen Unfällen. Die Tiere verletzen sich häufig an Häuserwänden und Barrieren. Sie gleiten auf dem Straßenbelag aus und brechen sich dabei die Knochen. Ein Ende im Schlachthaus ist ihnen gewiss. |
| afeitado | Manipulation der Hörner des Stieres. Die Hörner werden abgesägtund abgefeilt. Damit wird die Verteidigungsfähigkeit des Stieres und seine Einschätzung von Entfernungen eingeschränkt. Siehe auch Artikel "Betrüger und Geschäftemacher". |
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aficionado |
Anhänger des Stierkampfs |
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banderilla |
70 cm lange, bunt verzierte Holzstäbe mit Widerhaken aus Stahl. Werden dem Stier von den drei Banderilleros, Helfer des Matadors, dem Stier in den Rücken gestochen. Drei Paar von diesen Folterinstrumenten muss der Stier normalerweise erdulden. Damit soll der Stier "munter" gemacht werden. |
| becerrada | Stierkampf für Torero-Lehrlinge mit jungen Stieren (weniger als 2 Jahre), bei dem je nach Ausbildungsgrad der Lehrlinge die Tiere getötet werden oder nicht. |
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bolsin |
Ausscheidungswettkampf von Novilleros. Siehe Artikel: Stierkampf-Olympiade in Carcassonne |
| corrida | Allgemeinbegriff für alle Stierkämpfe. Stierkampfkenner bezeichnen damit allerdings nur richtige Stierkämpfe mit Matadoren, also keine "novilladas". |
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corrida de rejon |
Stierkampf zu Pferde. Der Matador maltraktiert und tötet den Stier vom Pferd aus. Diese Spielart des Stierkampfes ist die Domäne von Frauen. Siehe Bilder des Grauens. |
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course
de taureau |
Stierrennen. Der Begriff "course de taureaux" ist hinsichtlich des Stierkampfs der in der französischen Rechtsprechung umstrittenste Begriff. Ursprünglich waren darunter nur die unblutigen Stierrennen in der Camargue (courses camarguaises) und in den Landes (courses landaises) zu verstehen, die der Gesetzgeber im französischen Tierschutzgesetz als Ausnahmen zuließ. In der Rechtsprechung wurde jedoch im Laufe der Zeit der Begriff auch für die blutigen Stierkämpfe angewandt, so dass auch sie als Ausnahmen zugelassen wurden. |
| matador | Die höchste Stufe, die ein Torero erreichen kann. Vorher ist er "novillero" und wird nach Erfüllung von gewissen Kriterien zum "matador" befördert und darf erst dann gegen ausgewachsene Stiere kämpfen, vorher nur gegen "novillos". |
| muleta | Das rote Tuch des Toreros, mit dem der Matador den Stier in die Irre führt, bevor er ihn tötet. |
| novillada | Stierkämpfe , bei denen junge Stiere von jungen Toreros gequält und getötet werden. Die Stiere werden "novillos" genannt, wiegen zwischen 410 und 540 kg und sind nicht älter als vier Jahre. Die jungen Toreros heißen "novilleros" und werden nach Erreichen gewisser Kriterien zum "matador" ernannt. Von den "aficionas" werden diese Stierkämpfe als zweitklassig angesehen. Da sie erheblich billiger sind als eine echte "corridas", werden sie gerne von kleineren Städten durchgeführt, die sich allerdings erhoffen, eines Tages in die 1. Liga aufzusteigen. |
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picador |
Reiter mit einer Lanze versehen mit einer 10 cm langen Stahlspitze in Form einer dreikantigen Pyramide. Diese stößt er dem Stier tief in den Nacken und ihm damit eine grosse Wunde reisst , indem er die Lanze eine Zeit lang hin- und herdreht. Die Picadores sitzen auf Pferden, die mit einem steppdeckenartigen Umhang "geschützt" sind. Der Schutz ist jedoch völlig unzulänglich, so dass die Bäuche der Pferde häufig vom Stier aufgeschlitzt werden. |
| torero | In Stierkampfkreisen wird jeder unmittelbare Teilnehmer am Stierkampf Torero (Stiertöter) genannt: banderillero, picador, novillero, matador. Im Allgemeingebrauch wird jedoch nur die Hauptperson, der Matador, als Torero bezeichnet. |
| tienta | Test von jungen Stieren und Kühen auf ihre "Tapferkeit". Dieser Test, bei dem die Tiere mit Lanzen gequält werden, wird von den Züchtern zur Zuchtauswahl der aggressivsten Tiere durchgeführt. |
| toro piscine | Jahrmarktspass in französischen Städten, bei denen Freiwillige aus dem Publikum ein junges Rind ärgern und sich dabei in ein niedriges Gummiplanschbecken retten können. |